Die Ampelanlage an der Kreuzung der Bundesstraße 303 bei Wirsberg ist umgebaut worden. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch eine Entschärfung des dortigen Unfallschwerpunkts. Die Verkehrsteilnehmer mussten während der Arbeiten vorübergehend mit Behinderungen und Wartezeiten zurechtkommen.

Videokameras und Induktionsschleifen

Das Staatliche Bauamt Bayreuth ließ durch die Firma SIG Nürnberg eine neue Steuerungstechnik, Videokameras und Induktionsschleifen am Boden einbauen. Damit bekommen die Linksabbieger eine eigene Grünphase. Ziel ist, Unfälle, die zuletzt gehäuft aufgetreten waren, möglichst zu verhindern. Auch für Fußgänger, die die B 303 an der Kreuzung überqueren wollen, wird es eine eigene Grünphase und damit mehr Sicherheit geben.

Die Bürgermeister der Gemeinden Neuenmarkt und Wirsberg, Alexander Wunderlich (CSU) und Jochen Trier (FW), zeigten sich nach Abschluss der Arbeiten zufrieden und erleichtert. Trier sprach von einer "ganz klaren Notwendigkeit". Die Kreuzung sei ein absoluter Unfallschwerpunkt gewesen. Mit der eigenen Grünphase beim Abbiegen werde der Verkehr an der Kreuzung etwas entzerrt.

Traumlösung kommt nicht

Es sei unglücklich gewesen, das der neue Ampelmast in der Frostphase bereits gestanden habe, prompt sei er bei einem Verkehrsunfall umgefahren wurde. "Man hatte dann keine Chance mehr, die eigene Grünphase für die Linksabbieger noch im November zu installieren", so Bürgermeister Trier. Er verhehlte nicht, dass ein Kreisverkehr an der Kreuzung eine "Traumlösung" wäre, aber die Umsetzung wäre mit zu vielen Problemen verbunden. "Wir haben aber jetzt eine gute Alternative für die Zukunft."

Alexander Wunderlich, der die Umrüstung der Ampelanlage in einem Gespräch mit dem Leiter der Polizeiinspektion Stadtsteinach, Georg Löffler, angeregt hatte, verwies darauf, dass es ein Wunsch der beiden Bürgermeister gewesen sei, die Situation zu entschärfen. "Ich bin meinem Kollegen aus Wirsberg sehr dankbar, dass er gleich auf den Zug mit aufgesprungen ist. Wir können nur von Glück reden, dass bei den Unfällen keine Menschen schwerer verletzt wurden, sondern dass es nur zu Blechschäden kam. Wir haben alles dafür getan, um die Situation zu entschärfen - mit dieser Maßnahme ist es gewährleistet." Die beiden Bürgermeister dankten dem Staatlichen Bauamt Bayreuth für die Umsetzung.