Denn sie seien eigentlich immer der Einstieg in die Drogenkarriere.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland nicht einmal 1000 Menschen an illegalen Drogen gestorben, aber mehr als 90 000 an den Folgen von Alkohol. "Und dabei sind die Verkehrstoten unter Alkoholeinfluss noch nicht einmal mitgezählt. Wenn man die Folgen von Alkohol und Nikotin zusammennimmt, dann sind im vergangenen Jahr eine Viertel Million Menschen daran gestorben", erklärte Stenglein - und sorgte bei seinem jugendlichen Publikum damit für Staunen.

"Ich bin froh, dass dieses Thema angepackt wird. Aufklärung ist der richtige Weg", betonte denn auch Landrat Klaus Peter Söllner und zollte Kreisjugendwartin Daniela Wagner für die Offensive größten Respekt. In Stadtsteinach fand die Auftaktveranstaltung statt, im Laufe der Woche bekommt die Feuerwehrjugend im gesamten Landkreis die Chance, die Vorträge des Polizisten zu hören.
Auch in Neuenmarkt, Mainleus, Untersteinach und Lanzendorf sind Kampagnen geplant.

Für die Gefahr sensibilisieren

Daniela Wagner möchte alle Jugendlichen in den Wehren erreichen und bewirken, dass sie über das eigene Verhalten nachdenken. "Nicht, weil wir in den Wehren ein Problem hätten, sondern um zu informieren, um zu sensibilisieren - einfach als Prävention", so Wagner.

Johannes Färber von der Feuerwehr Wartenfels hat den Vortrag von Peter Stenglein bereits in der Schule gehört, zeigte sich aber auch beim zweiten Mal beeindruckt. "Wenn der Polizist das so sagt, denkt man schon darüber nach", gibt der Schüler am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium offen zu. "Ich habe natürlich auch schon mal ein Bier probiert, aber wenn jemand zu viel getrunken hat und voll neben der Kappe ist, ist das eigentlich nicht lustig", findet Färber. Er interessiert sich auch nicht für illegale Drogen. "Ich habe damit nichts zu tun, und ich möchte, dass das so bleibt."

Filmriss ist nicht lustig

Auch Fabienne Müller, 15 Jahre, Schülerin an der Hans-Edelmann-Schule und bei der Feuerwehr in Wartenfels aktiv, lehnt Drogen aller Art ab. "Ich habe auch schon mal Bier probiert, aber ich hatte noch nie einen Rausch. Und ich habe auch nicht vor, einen zu bekommen. Ich denke, es ist nicht so lustig, wenn man einen Filmriss hat. Ich finde es wichtig, dass man Bescheid weiß", sagt sie.

Wie Peter Stenglein betonte, werden sechzig bis siebzig Prozent aller Straftaten unter Alkoholeinfluss begangen. "Ohne Alkohol wäre unsere Gesellschaft besser", so der Polizist. Er machte den Jugendlichen klar, dass Alkohol vor allem bei ihnen fatal wirken kann.

Zudem seien Alkohol und Nikotin immer die Einstiegsdrogen. "Dann kommt in einer zweiten Phase das Kiffen und dann kommen die anderen illegalen Drogen wie Heroin, Opiate oder Crystal", erklärte der Polizist.
Nach seinen Worten erfolgt der Einstieg immer durch Gruppenzwang - um cool zu sein, aus Neugier.