Allerdings müssen sich Syrer & Co. daran gewöhnen, dass Tag und Nacht die Lichter brennen, weil sich die Lampen nicht ausschalten lassen. Letzteres ist kein Scherz. Bei den mehr als fünf Milliarden Euro Kosten für Europas größtes Stil(l)leben stöhnt der Steuerzahler. Aber was sind fünf Milliarden Euro für einen Flughafen, wenn man das Geld viel effektiver mit Flugzeugen verbrennen kann? Stichwort: Eurofighter.

Ist ein Weilchen her, dass der als "Jäger 90" holprig gestartete Kampfjet Diskussionen auslöste. Zu schwerfällig, zu schwer beherrschbar für Piloten. Egal. Jetzt hat es die Maschine wieder in die Schlagzeilen geschafft: Wegen Betriebsmängeln muss nachgebessert werden. Die Bundeswehr hat die Auslieferung gestoppt - das verteuert das größte BRD-Rüstungsprojekt laut Haushaltsbericht des Bundes um 7,2 Milliarden. Umgerechnet sind das eineinhalb Hauptstadt-Flughäfen.

Jetzt ist ein Eurofighter, der nicht fliegt, schon kostspielig; aber einer, der abhebt...Auweia. In den Berechnungen der Nato heißt es, für eine (in Zahlen: 1) Flugstunde sind Betriebskosten von 78 000 Euro zu kalkulieren. Warum wir dann trotzdem gleich 180 Maschinen bestellt haben (pro Stück für 132 Millionen Euro)? Fragen Sie mal nach im Bundeswehr-Hauptquartier.

Hat halt wieder keiner gewusst damals. Und das kollektive Bewusstsein war bestimmt mit Wichtigerem beschäftigt. - War es tatsächlich. Kleiner Tipp: Der Eurofighter wurde hierzulande im Juli 2006 in Dienst gestellt. Dämmert's? Genau: "Sommermärchen"-Zeit! Deutschland war Ballaballa unter dem Motto: "Die Welt zu Gast bei Freunden".

Rechenaufgabe zur Willkommenskultur: Wie viele Flüchtlinge können wir für einmal Eurofighter-Anlassen versorgen?