Immer öfter stellt man fest, dass in unserer Sprache vieles "verenglischt" wird. Für manches gibt es nicht mal eine Übersetzung, die sinnvoll erscheint.
Manchmal frage ich mich, warum wir uns hinter unserer deutschen Sprache verstecken und davon ausgehen, dass manches besser klingt, wenn wir es "verenglischen".
Bestes Beispiel: Neuerdings gibt es zum Frühstück "Porridge" oder - was wohl noch trendiger klingt: "Oatmeal". Zum Abendessen bereitet man sich seit Neuestem eine gesunde "Bowl" zu.
Früher war das eben einfach der gute alte Haferbrei und der Schichtsalat. Okay, neuerdings wird er nebeneinander geschichtet, aber der Inhalt ist im Grunde derselbe.
Im Sommer lockt in meiner Heimatstadt Nürnberg jedes Jahr der wunderschön angelegte Stadtstrand zum Verweilen ein. Doch wie ich dieser Tage in der Zeitung lesen musste, heißt er neuerdings "Citybeach" und lädt zum "relaxen" ein. Warum nur?
Interessant finde ich auch, dass man bei der Körperhygiene inzwischen auf festes Shampoo schwört. Früher nannte man das ganz einfach ein Stück Seife.
Wenn Sie mit dem Zug fahren (an dieser Stelle spare ich mir nun einen Kommentar zum 9-Euro-Ticket), dann können Sie sich am "Service Point" darüber beschweren, dass die Bahn Verspätung hat, bevor Sie in der "Lounge" auf eben diese warten dürfen, während Sie einen "Coffee to go" trinken.
Damals ging man halt zur Information, schlug sich die Zeit im Wartesaal um die Ohren und trank einen Kaffee zum Mitnehmen.