Das Ärztehaus, in dem früher auch die Post untergebracht war und das im Besitz der Marktgemeinde ist, wird einen barrierefreien Zugang bekommen. Der Gemeinderat gab dafür in seiner Sitzung am Dienstagabend grundsätzlich grünes Licht. Architekt Hans-Hermann Drenske wird die Planunterlagen, die mit den beiden Ärzten Dr. Kaiser und Dr. Kupper bis ins Detail abgestimmt wurden, in Kürze erstellen und dem Gremium vorlegen.

Kosten wurden von Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) noch keine genannt, aber er gab sich zuversichtlich, dass das ehrgeizige Projekt eine optimale Förderung über die Städtebauförderung durch die Regierung von Oberfranken erfährt.

Anselstetter verwies auf die letzte Besprechung, die am 11. Juli mit den beiden Ärzten und dem Architekten vor Ort erfolgte. Dabei wurde die Planung Schritt für Schritt abgestimmt.
Der barrierefreie Zugang zu den beiden Praxen wird über einen Personenaufzug erreicht und darüber hinaus werden im Praxisbereich auch bauliche Veränderungen erfolgen. So werden auch behindertengerechte WC-Anlagen geschaffen. Der Personenaufzug wird rechts neben dem Haupteingang angegliedert und damit ist auch kein Eingriff in die Dachgeschosswohnung notwendig.

Bürgermeister Hermann Anselstetter: "Es lässt sich machen, dass der Aufzug außen installiert werden kann. Im rückwärtigen Bereich wird noch ein eingeschossiger Anbau erfolgen, der auf Stelzen steht." Auf der Ebene der Arztpraxis Dr. Kaiser werden eine neue WC-Anlage und auch ein Lagerraum geschaffen. Zur weiteren Marschroute stellte Anselstetter fest: "Jetzt werden wir schnellstmöglich die Förderanträge einreichen und die Finanzierbarkeit bei der Regierung abklären. Wir erwarten, dass die Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung bestmöglichst gefördert wird.

Es handelt sich hier um ein kommunales Ärztehaus und hier muss die Regierung Entgegenkommen zeigen. Das Ärztehaus hat eine herausragende Bedeutung für die Marktgemeinde und die steht und fällt mit der Barrierefreiheit."

Der Bürgermeister lobte in diesem Zusammenhang auch die engagierte Mitarbeit der beiden Ärzte und von Architekt Hans-Hermann Drenske: "Die Lösung, die gefunden wurde, ist für alle zufriedenstellend und zugleich auch eine große Bereicherung."

Dem Bauvorhaben von Andreas Hietsch, der eine bestehende Scheune im Bereich Insel 14 für eine private Garage nutzen will, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Zufahrt zur Garage und deren künftige Straßenbaulast hat der Bauherr auf eigene Kosten zu übernehmen. Bei der Einbeziehungssatzung der Nachbargemeinde Neuenmarkt für ein Grundstück im Ortsteil See sah der Marktgemeinderat keine Belange der Marktgemeinde Wirsberg berührt.

Für das Wasserwerk Wirsberg wird eine Kreiselpumpe angeschafft. Den Auftrag erhielt die Firma DEWI, Weidenberg, zum Angebotspreis von 15 600 Euro. Am Rathaus wird am Giebel eine Webkamera installiert, die in Richtung Marktplatz und in die Tallage des Lindenberges zeigen soll. Hier werden in gewissen Zeitabständen Bilder aufgenommen und auch gesendet. Die Installierung wird die Firma TMT, Bayreuth, zum Preis von 1978 Euro vornehmen.

Im Bereich des Schulbuswartehauses in Weißenbach kommt es zu einer zusätzlichen Straßenleuchte und anstelle der bisherigen Überspannungsleuchte im Kreuzungsbereich Hauptstraße/Sessenreuther Straße wird eine neue Straßenlampe errichtet. Wie Bürgermeister Hermann Anselstetter dazu berichtete, will der Gastronom Guido Hereth das alte Gebäude, an dem die Überspannungsleuchte angebracht ist, abreißen, um dort den Biergarten zu vergrößern und noch weitere Parkplätze zu schaffen. Die Kosten für beide Maßnahmen bezifferte das Gemeindeoberhaupt auf rund 4000 Euro.


Wirsberg mit neuer Homepage

Die Marktgemeinde Wirsberg hat eine neue Homepage, die seit dem 15. Juli freigeschaltet ist und in der Sitzung des Marktgemeinderates von Geschäftsleiterin Andrea Müller vorgestellt wurde. Jetzt wurden neue Akzente gesetzt mit Informationen zum kommunalen Geschehen, Serviceangeboten bis hin zum gesellschaftlichen Leben. Daneben sind auch viele aktuelle und historische Fotos zu sehen.

Was die Anträge aus den Bürgerversammlungen in Cottenau und Wirsberg angeht, so sieht der Marktgemeinderat keinen großen Handlungsbedarf. Angesprochen wurde in Wirsberg die Parkplatzsituation am Rondell des Marktplatzes. Es wurde gefordert, diese Parkplätze aufzulösen. Bürgermeister Anselstetter: "Ich kann nur davor warnen, denn das A und O sind die Parkplätze, die den Einzelhändlern, der Apotheke, der Bank und auch dem Hotel ansonsten Schaden bereiten würden." Gemeinderätin Sabine Leuschner (FW) vertrat die Meinung, dass die Dauerparker nicht sein müssten.

Die Idee, die Johanniskirche mit dem Prädikat einer Radfahrkirche zu versehen, befand der Marktgemeinderat für gut. Es sei aber eine Angelegenheit der Kirchengemeinde. Was die Ladestation für E-Bikes im Bereich der Kirche angeht, will sich die Gemeinde entsprechende Informationen einholen. Weiter teilte Anselstetter mit, dass der Landkreis heuer die Kreisstraße KU 1 vom Jugendtagungshaus bis Sessenreuth mit einer neuen Tragdeckschicht versehen wird.

Stattgegeben wurde einem Antrag der Feuerwehr Wirsberg zur Übernahme der Kosten für eine vom Landkreis organisierte Brand- und Katastrophenschutzübung am Truppenübungsplatz in Wildflecken.