Ein 33-Jähriger flüchtete in der Nacht von Donnerstag (28. Juli) auf Freitag (29. Juli) vor einer Polizeikontrolle auf der A70 Höhe Kulmbach
Nach einer rasanten Verfolgungsjagd durch den ländlichen Bereich um Kulmbach endete seine Flucht in einem Waldstück nahe der A 70 bei Unterbrücklein, teilte die Verkehrspolizei Bayreuth mit.

In den frühen Morgenstunden des Freitags, um 0.30 Uhr wollten Streifenbeamte der Verkehrspolizei Bayreuth den SUV eines Mannes im Bereich der A 70 bei der Anschlussstelle Kulmbach/Neudrossenfeld einer Kontrolle unterziehen. Der Fahrer hielt jedoch nicht an und flüchtete in Richtung Kulmbach.

Polizei alarmiert Unterstützung: Hubschrauber im Einsatz

Die Beamten alarmierten eine Vielzahl von Streifenwagen der umliegenden Polizeidienststellen und einen Polizeihubschrauber, um den Mann zum Anhalten zu bewegen, doch der ließ sich nicht stoppen. Der Autofahrer flüchtete weiter über die Orte Trebgast, Harsdorf, Neudrossenfeld und zurück in Richtung Autobahn A 70.

In einem nahegelegenen Waldstück bei Unterbrücklein nach 90 Minuten fuhr der 33-Jährige aus Neustadt a.d. Aisch sich fest und konnte sich nicht mehr befreien, woraufhin eine Festnahme widerstandslos erfolgte. Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer und Halter des Autos gar keinen Führerschein besaß und bereits mehrfach in der Vergangenheit polizeilich aus diesem Grund in Erscheinung trat. Hierbei war er schon einmal vor der Polizei geflüchtet. Zudem stand der Beschuldigte offensichtlich unter dem Einfluss von Drogen, weshalb die Anordnung einer Blutentnahme die Folge war.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde das Fahrzeug des 33-Jährigen beschlagnahmt. Die Bergung des nicht mehr fahrbereiten Autos im dortigen Waldbereich gestaltete sich als äußerst schwierig und musste mittels Bagger und schwerem Gerät vonseiten eines Abschleppunternehmens durchgeführt werden.

Felder, Wiesen und Wälder: Ist ein Schaden entstanden?

Bei der Verfolgung des flüchtenden Täters wurden weder Einsatzkräfte noch andere Verkehrsteilnehmer und Passanten gefährdet oder geschädigt. Der Großteil der Verfolgung lief über Felder, Wiesen und Wälder ab. Ob hierdurch ein Flurschaden entstand, ist bislang nicht bekannt.

Die Verkehrspolizei Bayreuth bittet deshalb die Besitzer von Ländereien im oben genannten ländlichen Bereich um Kulmbach, bei einem möglichen Flurschaden sich unter der Telefonnummer 0921/506-2330 zu melden.