Wer die Situation geflüchteter, junger oder älterer Menschen durch seine Arbeit verbessern will, hat die Chance auf finanzielle Unterstützung durch die Adalbert-Raps-Stiftung. Wie genau man sich für die Preisgelder in Höhe von 2500, 5000 und 10 000 Euro qualifizieren kann, soll in einer Veranstaltung am Samstag, 12. November, in der Adalbert-Raps-Bibliothek im Mönchshof klar werden die von 9.30 bis ca. 18 Uhr dauern wird.
Sie widmet sich dem Thema Integration geflüchteter Menschen. Mit einer Mischung aus Vorträgen und Workshops werden Referenten aus Wissenschaft und Praxis Input liefern, gleichzeitig bleibt nach den Willen der Veranstalter genügend Raum für die gemeinsame Diskussion.


Wie funktioniert Integration?

So wird es um sprachliche Integration (als Basis) ebenso gehen wie um kulturelle Integration (Vermittlung von Werten), die Aus- und Weiterbildung sowie die Integration in den Arbeitsmarkt (mit Chancen/Herausforderungen für die regionale Wirtschaft). Für jedes der Felder werden Beispiele, aktuelle Herausforderungen, Erfolgsberichte und Möglichkeiten zur Teilnahme von Interessierten dargestellt und diskutiert. Anmeldungen sind noch möglich bei der Adalbert-Raps-Stiftung, Adalbert-Raps-Straße 1, 95326 Kulmbach, oder per Fax an 09221/807-666043.
Die Veranstaltung ist Teil der 2015 ins Leben gerufenen Reihe "Engagiert in Oberfranken". Leitmotiv der Arbeit ist nach Angaben der Raps-Stiftung, Kulmbach und die Region Oberfranken gesellschaftlich für die Zukunft zu stärken.
Dies soll auch mithilfe des Wettbewerbs "Helden der Heimat" geschehen. Er soll ein Mittel für die Stiftung sein, förderfähige Projekte zu identifizieren, aber auch, den Bekanntheitsgrad bestehender Projekte/Initiativen zu erhöhen. Zudem verspricht man sich davon, Menschen, die sich bisher noch nicht engagiert haben, zu motivieren.
Der Wettbewerb steht allen Menschen und Organisationen offen, die die Region Oberfranken mit ihren Initiativen voranbringen wollen.


Einsendeschluss 31. März

Ausgezeichnet werden Projekte zur Verbesserung der Situation geflüchteter, junger oder älterer Menschen. Je Kategorie werden 10 000, 5000 und 2500 Euro vergeben, allerdings werden keine Leistungen aus der Vergangenheit honoriert.
Bewerbungen sind ausschließlich möglich über die Homepage http://heldenderheimat.de - Einsendeschluss ist der 31. März 2017.



Die Referenten und Fachleute der Veranstaltung Claudio Cumani (Integrationsbeirat der Stadt Garching, Gewinner des Bayerischen Integrationspreises 2016) berichtet über das Integrationsprojekt "Meine neue Heimat" aus der Stadt Garching. Er wird aufzeigen, wie Integration vor Ort und in einer Kleinstadt durch gemeinsame Aktivitäten gelingen kann.

Melanie Spreeberg von der Kiron University wird aufzeigen, wie Integration durch ein junges Sozialunternehmen und mit Zugang zu Bildung funktioniert. Dabei geht es unter anderem um ein kostenloses Online-Angebot speziell für Geflüchtete mit verschiedenen Kursen in unterschiedlichen Studienfächern.

Eberhard Rothfuss (Inhaber des Lehrstuhls für Sozial- und Bevölkerungsgeographie an der Universität Bayreuth) wird die Ergebnisse der in Kooperation mit der Adalbert-Raps-Stiftung erstellten Studie "SozialRaum Oberfranken" mit Fokus auf den Bereich "Geflüchtete Menschen" vorstellen.

Christiane Alter ist IdA-Navigatorin für die Region Oberfranken. Ihre Aufgabe ist es, die Projektaktivitäten zum Thema Geflüchtete vor Ort mit Unternehmen zu vernetzen und Ansprechpartner für Asylbewerber und Firmen zu sein.

Harry Harun Behr ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islam an der Goethe Universität Frankfurt/Main sowie Mitglied im Rat für Migration. Er wird sich folgenden Fragen widmen: Wie kann man intoleranten Personen begegnen? Womit wird man oft konfrontiert bei der Arbeit mit geflüchteten Menschen? Wie kann man Herausforderungen in Zusammenhang mit Intoleranz begegnen?

Yuliya Jabbari ist Projektleiterin von MigraNet "Beruflich anerkannt", einem Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY). In einem Workshop wird sie mit den Teilnehmern am Thema "So klappt es mit der Arbeitsmarkt- integration!" arbeiten.

Souzan Nicholson ist Talentscout im Projekt MigraNet "Beruflich anerkannt" der AGABY in den Standorten Bayreuth und Bamberg. Sie beschäftigt sich durch ihre Arbeit täglich intensiv mit dem Thema Flüchtlinge in der Region Oberfranken.

Francesca Roesener ist verantwortlich für die Projekte der Initiative "Zusammen für Flüchtlinge". Der Ableger von betterplace.org hat sich auf Projekte für Refugees spezialisiert. In einem Workshop lernen die Teilnehmer, was Online Fundraising ist und worauf es ankommt, um erfolgreich zu sein.

Julia Grassinger arbeitet als freiberufliche Trainerin und Facilitator für NGOs, Schulen und Social-Start-ups mit den Schwerpunktthemen interkulturelle Kompetenz, innerer Wandel und gemeinschaftliche Gestaltung ökonomisch und ökologisch nachhaltiger Projekte.

Birgit Obermaier ist Teamleiterin im Arbeitgeber-Service und betreut mit ihrem Team die Arbeitgeber-Anliegen in der Region Bayreuth. Beim Thema Flucht und Asyl gehört die Information und Beratung von Unternehmen bei der Einstellung von Geflüchteten zu ihrem Portfolio. red