"Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt" - so beschrieb Kirchenpfleger Roland Pompe seine Gefühle bei der Verabschiedung von Pater Jan Poja. Habe man noch am 15. Juni gemeinsam das 25-jährige Priesterjubiläum des sehr beliebten Seelsorgers gefeiert, sei man nur vier Tage später - völlig überraschend - über dessen Versetzung nach Wallenfels informiert worden. "Dabei war ich beim Jubiläum noch voller Euphorie und Hoffnung, dass uns unser Pater noch sehr lange erhalten bleibt", so der Kirchenpfleger, der von einem lang nachwirkenden Schock sprach, den er noch immer nicht ganz verdaut habe.

Pompe war nicht der Einzige, dem der Abschied von Pater Jan Poja sichtlich schwerfiel. Sogar die Ministranten hätten einen Protestbrief nach Bamberg schreiben wollen, wovon man sie jedoch abgehalten habe. Und nicht zuletzt machte auch der Pater, der mit Wirkung vom 1. September von Erzbischof Ludwig Schick zum Pfarradministrator der Pfarrei Wallenfels und der Kuratie Neuengrün ernannt wurde, bei seinem Abschiedsgottesdienst deutlich: "Ich wäre gerne länger geblieben".

Bürgermeister Gräbner wird ihn vermissen


Vermissen wird ihn auch Marktrodachs Bürgermeister Norbert Gräbner, der sich an viele "interessante und fruchtbare" Gespräche mit dem Seelsorger erinnerte. Sehr freute sich das Gemeindeoberhaupt jedoch darüber, dass der Pater noch mindestens ein Jahr im Pfarrhaus in Zeyern wohnen und damit als Gemeindebürger erhalten bleibt.

Seinen Abschiedsgottesdienst feierte der scheidende Pfarradministrator gemeinsam mit Pfarrer Hans Martin, der ihn öfters während seiner Abwesenheit vertreten hatte und den er als "große Stütze und wertvolle Hilfe" bezeichnete. Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung des Gottesdienstes zeichnete der Musikverein Zeyern verantwortlich.