Der Förtschendorfer Werner Pasbrig sammelt alles, was mit dem Hamburger Sportverein zu tun hat. Er wird von den HSV-Verantwortlichen regelmäßig eingeladen. Pasbrig ist auch in den Vereinen seines Heimatorts aktiv.
Mit besonderem Augenmerk wird der 58-jährige Werner Pasbrig das Fußball- Bundesliga-Spiel FC Bayern München gegen Hamburger SV verfolgen. Der vielseitig ehrenamtlich engagierte Förtschendorfer ist leidenschaftlicher HSV-Fan. "Herz und Seele hängen seit Jahrzehnten an Seeler & Co."
Werner Pasbrig opfert seine Freizeit als Fan für den HSV und engagiert sich ehrenamtlich bei mehreren Vereinen in seinem Frankenwaldheimatort Förtschendorf. Sein Idol und Vorbild ist Uwe Seeler. Auf Grund der Vielseitigkeit seiner Hobbys kann man sich nur auf die wesentlichsten beschränken, wozu auch das Briefmarkensammeln gehört. "Ich bin schon von Geburt an Philatelist", sagt er schmunzelnd, denn mein Vater war Postbote und hat mir eine Briefmarkensammlung schon in die Wiege gelegt. Viele Jahre führte ich die Briefmarkensammlung fort und ergänzte sie laufend mit Raritäten. Heute pflege und heg' ich die stattliche Sammlung mehr oder weniger nur noch", sagt Pasbrig.
Schon vor der Eingangstür liegt ein Fußabstreifer und im Flur ist ein Teppichläufer ausgelegt, der dem Hausbesucher zeigt: Hier dreht sich alles um den Hamburger SV. Und hört man Werner Pasbrig ein wenig zu, dann gerät er ganz ins Schwärmen und könnte stundenlang von seinen Erlebnissen und Beziehungen zu den ganz Großen der Fußballszene und insbesondere natürlich der Stars des HSV erzählen. Seit vier Jahrzehnten besucht er die Spiele des HSV und wird seit 2000 regelmäßig ins Mannschaftshotel (Herzogpark Herzogenaurach) vor Bundesligaspielen in Nürnberg eingeladen. 1999 gründete Pasbrig den "HSV-Fan-Club Oberer Frankenwald" im Gasthaus Waldfrieden in Förtschendorf und weil er in einer Confiserie in Ludwigsstadt tätig ist, ließ er eine HSV-Praline kreieren und schenkte die Erstkreationen dem Pressesprecher, Gerd Krall, bei einem Besuch im Förtschendorfer Vereinslokal und in der Confiserie Burg Lauenstein. Seither gehen die feinen Trüffel aus dem Frankenwald vom Tor der Welt aus in Hamburg in die weite Welt.
Mittlerweile kennt Pasbrig jeden beim HSV, vom Platzwart bis zum Präsidenten. Es gab bisher schon viele Höhepunkte, bei dem jedes Fußballerherz höher schlagen würde. Einige Fotoalben hat er gesammelt und überall Treffen mit Fußball-Prominenz. Er erinnert sich noch an seine Begegnung mit Uwe Seeler zu dessen Abschiedsspiel in der Nationalmannschaft 1970 gegen Ungarn in Nürnberg. Seither ist er per Du mit "uns Uwe". 1995 war zum Beispiel ein weiterer Glanzpunkt, als er in die Geschäftsstelle des HSV geladen war, das Spiel gegen KFC Ürdingen im Volksparkstadion anschaute und anschließend noch im "VIP-Raum" neben Vorsitzendem Uwe Seeler sowie Fanbeauftragtem Rainer Uwe Krause und Teammanager Bernd Wehmeyer Platz nehmen durfte. Begleitet haben Pasbrig damals noch Männer der ersten Stunde der Fanclubgründung, Adalbert Kaiser und Jürgen Lang.
Bei einem Gastspiel in Nürnberg in der Saison 1983/84 saß Pasbrig eine Halbzeit lang sogar auf der Reservebank bei den Fußballprofis und neben Trainerlegende Ernst Happel.
Kaum zu glauben, dass Werner Pasbrig ob dieser intensiven Beziehungen zum HSV auch noch Zeit für seine Heimatvereine hat. Aber die sind ihm sehr dankbar für sein vielseitiges außergewöhnlich großes Engagement. So war er aktiver Spieler beim SV Förtschendorf, Jugendleiter und Spielleiter der 1. Mannschaft, Schriftführer und Zweiter Vorsitzender. Beim Soldaten-und Kameradschaftsbund ist er seit 1995 Vorsitzender und war vorher Schriftführer. In der evangelischen Kirchengemeinde Pressig ist er im erweiterten Vorstand. Bei der Feuerwehr ist er jahrelang Ausschussmitglied gewesen und bis heute noch Unterkassierer.