Der 21. Büttenabend in der Faschingshochburg hat wieder einmal gezeigt, dass es die Teuschnitzer verstehen, Fasching zu feiern. An die 200 Narren präsentierten ein über vierstündiges, anspruchsvolles und reichhaltiges Mammutprogramm, das von den zahlreichen Besuchern begeistert angenommen wurde. Auch die farbenprächtige und aufwendige Kostümierung war ein Glanzlicht.

Egal ob Tanzeinlagen, Sketche, Gesangsvorträge oder die Büttenreden - alles wurde gekonnt vorgetragen. Auch der Nachwuchs glänzte mit seinen Vorträgen. Es war kein Lampenfieber zu spüren, und man merkte, dass die jungen Leute ganz bei der Sache waren.

Turnhalle war ausverkauft

Vor Beginn der Veranstaltung und während der Vorführungen sorgte die Stadtkapelle Teuschnitz in der ausverkauften Turnhalle der Volksschule für die richtige Stimmung. Bereits zum 20. Mal führte Stephanus Neubauer, der sich wieder in brillanter Form zeigte, gekonnt durch das Programm.

Entzündet wurde das krachende Feuerwerk der guten Laune von Büttenredner Andreas Bayer. Er berichtete über seine Studentenzeit in Rosenheim. Sein Teuschetzer Dialekt führte zu Missverständnissen bei seinen Lehrkräften.

Die Funkenmariechen vom DLRG-Stützpunkt präsentierten einen rasanten Tanz. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Kindergartens Teuschnitz. Die Fünfjährigen Nelly und Julius sowie Sarah und Max zogen als Doppel-Prinzenpaar in die Bütt ein. Ihr Leitspruch: "Was Ihr Großen nicht schafft - haben wir heute im Doppelpack." Über all das, was ein Prinzenpaar in der fünften Jahreszeit erwartet, konnte man von ihnen in Worten, Liedern und Tanz erfahren.

Ekstase nach 30 Ehejahren

Die Goldene 9 zeigte unter Leitung von Helene Horn auf, wie man nach 30 Jahren Ehe den Mann wieder in Ekstase versetzen kann. Im Anschluss präsentierten die DLRG-Minis einen Tanz, der nach Afrika führte. Peter Bayer als Büttenredner und die "3 Könich" gingen auf das Stadtgeschehen und den Stadtteil Wickendorf ein. Hierbei wurde besonders die Bürgermeisterin auf den Kieker genommen.

Die Jugendfeuerwehr präsentierte eine sehenswerte Schwarzlicht-Show. Von den Nachbarn wurde ein lustiger Schwarz-Weiß-Tanz aufgeführt. Als letzter trat Peter Goihl in die Bütt. Sein Weihnachtseinkauf mit seiner Frau führte zu vielen Irritationen. Der zweite Block wurde beendet durch das Männerballett. Hervorragend waren auch hier die Kostümierung und ihr Auftritt: "Zwei Bayern zu Besuch bei den Göttern des Olymp".

Den letzten Teil des Programms eröffneten die hübschen "Stoudtmala". Sie überraschten mit einem Faschingstanz zum Thema "Die Ochziger". Uwe, Leopold und Michael, alias U.L.M., befassten sich in ihrem Liedvortrag mit den Volksver drehern, die vor der Wahl viel versprechen, aber nach der Wahl nichts halten. Das JRK/0815 heizte den Besuchern mit seiner typisch bayerischen Rockmusik nochmals richtig ein. Zum Abschluss gab es das große Finale auf der Bühne.

Der lang anhaltende Beifall war die Bestätigung für diese gelungene Schau. Neubauer dankte allen, die an den Büttenabenden mitgearbeitet haben, vor allem dem Chef, Martin Sesselmann. Die beiden Büttenabende am kommenden Wochenende sind bereits ausverkauft.

Paul Hader