Das Rollenbergkreuz und der Rollenbergfelsen gehören zu den Merkmalen und Wahrzeichen des Ortes Steinwiesen. Siegfried Petrikowski hat nun als Pate die Betreuung und den Erhalt dieses Wahrzeichens übernommen. Dank seiner Hilfe ist das Kreuz nun wieder von Weitem sichtbar und auch der Blick auf Steinwiesen wieder frei.

Noch sind seine Arbeiten nicht abgeschlossen, es muss noch einiges an Gehölzen und Sträuchern entfernt werden, um den Felsen wieder in seiner ganzen Pracht sehen und erleben zu können. Siegfried Petrikowski erklärt in der Sitzung des Gemeinderates, dass es schade wäre, dieses schöne Kreuz aus dem Jahre 1892 verkommen zu lassen. Er werde weiter daran arbeiten, alles frei zu bekommen. Die Unterstützung des Bauhofes und der Gemeinde sicherte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) zu.
Mit dieser Aktion zeige Petrikowski Eigeninitiative vor Ort, die vielleicht auch anderswo Schule machen könne.

Die vorläufigen Planungen für das neue Gemeinschaftshaus in Schlegelshaid sind nun abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 190 000 Euro. Nicht enthalten sind das Grundstück (Eigentum der Gemeinde) und die Außenanlagen sowie der Abriss des alten Gebäudes. Die Förderung für diese Maßnahme beträgt 90 Prozent, höchstens jedoch 150 000 Euro. Der Abriss stellt eine gesonderte Maßnahme dar. Es wurden Angebote eingeholt und es steht ein Betrag von 14 000 Euro bzw.1400 Euro Eigenanteil im Raum. Es wurde ein vorzeitiger Planungsbeginn beantragt.

Der Vorplatz im Kreuzungsbereich wird eine Maßnahme der Teilnehmergemeinschaft werden. Die weitere Vorgehensweise wird nun sein, so schnell wie möglich die Zuschussanträge zu stellen, die Planung der Restbaumaßnahme durch die Teilnehmergemeinschaft, die Gründung eines Vereins zur Unterhaltung des Gebäudes sowie der Abschluss einer Nutzungsvereinbarung mit dem Markt Steinwiesen.

Wenn alles so funktioniert, soll im Oktober mit dem Abriss des Gebäudes begonnen und im Frühjahr 2017 die Bauarbeiten gestartet werden. "Mit einem Herbstfest 2017 können wir das Gemeinschaftshaus einweihen", meinte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU).

Katja Schmidt und Alfred Kremer von der Teilnehmergemeinschaft erklärten dem Gremium, dass die Unterhaltung des Hauses so gut wie gesichert sei. Schmidt sagte, dass maximal 1200 Euro Fixkosten pro Jahr anfallen würden. Durch das alljährliche Straßenfest, ein zusätzliches Event und regelmäßige Öffnungszeiten wären die Kosten zu erwirtschaften, erklärte Alfred Kremer.

Die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Eckert (CSU) und Jürgen Deuerling (SPD) waren sich einig, dass man endlich mit der Durchführung des Gemeinschaftshauses beginnen solle. "Der Marktgemeinderat steht voll hinter der Sache, aber ihr seid die Hausherren", bekräftigte Gerhard Wunder (CSU).


Planung für Altes Rathaus

Beim Stadtumbau - Leitprojekt Silberbergstraße 1/Altes Rathaus - werden nach Auskunft von Baurätin Isabel Strehle über die Städtebauförderung 60 Prozent gefördert. Bei der Unterbringung anerkannter Asylbewerber erhöhe sich die Förderung auf 90 Prozent bei Vermietung für sieben Jahre. Um einen Antrag auf Förderung stellen zu können, muss eine Planung durch ein Architekturbüro erfolgen. Es wurde bereits mit den Bewohnern gesprochen, für einen Ersatzwohnraum ist die Gemeinde zuständig. Das Gebäude soll auch nach der Sanierung weiterhin als Wohngebäude genutzt werden und die Mieten nicht zu hoch sein.

Fraktionsführer Jürgen Eckert (CSU) befürwortete die Pläne, er fragte allerdings auch nach den Kosten. Es sollen anständige Mietwohnungen zu anständigen Preisen entstehen. "Wir würden nicht auf Wohnungen für anerkannte Asylanten setzen, sondern auf normale Mietwohnungen", sagte Eckert. Der Fraktionsführer der SPD, Jürgen Deuerling, war der gleichen Meinung, meinte jedoch, dass man die bisherigen Mieter nicht zu den gleichen Konditionen in den neuen Wohnungen unterbringen könne.

Es wurde einstimmig beschlossen, drei Angebote für Kostenerfassung und Planung zu Wohnzwecken anzufordern. Die Entscheidung, ob zwei Wohnungen für anerkannte Asylbewerber bereitgestellt werden, wird zurückgestellt.

In einer Sitzung bezüglich der Stadtsanierung zusammen mit Baurätin Isabel Strehle, den Bürgermeistern Jens Korn (Wallenfels, CSU), Gerhard Wunder (Steinwiesen, CSU) und Frank Jakob und den Büros Planwerk und DSK wurde das Generationen-Wohnen-Konzept für die beiden Gemeinden bestätigt. Bei den ausgesuchten Objekten muss jedoch mit den Eigentümern geredet werden, ob sie ihr Objekt selbst einem neuen Zweck zuführen oder es verkaufen wollen. Es sollten jedoch belastbare Zahlen vorliegen, um den Eigentümern auch sagen zu können, welches Geld sie hierfür in die Hand nehmen müssten. Dazu soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, um Möglichkeiten für einen Um- oder Ausbau zu verdeutlichen.

Von Baurätin Strehle wurde eine Förderung von 60 Prozent für mittlere und kleine Projekte zugesagt. Auch soll eine Vereinbarung mit den Eigentümern geschlossen werden, die die Rückzahlung der Kosten für die Studie an die Gemeinde bei einer Verwertung des Gebäudes regelt.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) gab Auskunft, dass je Gebäude Kosten in Höhe von 10 000 Euro entstehen, davon würden für die Gemeinde 4000 Euro anfallen, da mit 60 Prozent gefördert wird. In Steinwiesen würden hier etliche Objekte auf der Liste stehen. Es wird nun mit den Eigentümern gesprochen, inwieweit sie sich beteiligen, und dann drei Anwesen ausgesucht, die mit der Studie untersucht werden. Die Entscheidung, welche Projekte angegangen werden, fällt in der nächsten Sitzung.


Der Bürgermeister informiert

Grünanlagen Wie Bürgermeister Gerhard Wunder informierte, werden im Zuge des Straßenausbaus nun auch einige Grünanlagen neu angelegt: beim "Kreuzschlaafe", neben dem ehemaligen Schleckermarkt, am oberen Ortsausgang und neben der Griesbrücke.

Griesfest Am Samstag, 30. Juli, findet das traditionelle Griesfest zum 10. Mal statt. Auch in diesem Jahr kommt der Erlös einem Verein für die Jugendarbeit zugute. Herzliche Einladung an alle.

Einwohner Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) informierte über den aktuellen Stand der Einwohner in der Großgemeinde. Aktuell sind 3510 Einwohner gemeldet. Somit ist seit 2009 ein Bevölkerungsrückgang von 3,15 Prozent zu verzeichnen. Im Landkreis Kronach liegt Steinwiesen mit dieser Zahl auf Platz 5. Allerdings geht die Tendenz weiter nach unten und es muss gegengesteuert werden.

Haushalt Der Haushalt 2016 der Gemeinde wurde rechtsaufsichtlich genehmigt, ebenso die Kreditaufnahme mit 832 000 Euro.

Straßenwidmung Die bisher nichtöffentliche Straße im Bebauungsgebiet "Gärten" in Neufang (Fl.-Nr. 39/21) wird im Zuge des Straßenausbaus zur Ortsstraße gewidmet.

Landschaftspflege Für den Raum Steinwiesen fallen für die Maßnahmen des Landschaftspflegeverbandes Frankenwald 2016 Kosten in Höhe von 15 942,28 Euro an. Für den Markt Steinwiesen bedeutet dies eine Verwaltungskostenpauschale von 797,11 Euro, den sie zuzahlen müssen. Der Beschluss zur Maßnahmenliste und den Kosten erfolgte einstimmig.

Objektplanung
Der Gemeinderat stimmte dem Vertrag und der Vereinbarung über die Vergabe der Objektplanung der "Kurzen Seite" und des "Oberen Dorfplatzes" im Ortsteil Birnbaum zu. Die Kosten werden sich sicherlich auf über eine Million Euro belaufen, werden jedoch mit 90 Prozent gefördert. Die Planungskosten betragen voraussichtlich rund 58 000 Euro, davon trägt die Gemeinde Steinwiesen 5800 Euro.