Der Bayerische Bauernverband (BBV) im Landkreis Kronach und die Familie Fößel (Rennesberg) laden zum Tag des offenen Hofes herzlich ein. An diesem Sonntag, 26. Juni, stehen die Tore zu den Stallungen von Stefan Fößel in Rennesberg bei Friesen für Besucher und Interessierte offen.
Der BBV im Kreis lädt zur Entdeckungsreise ein - bei der Familie Fößel kann man hinter die Kulissen schauen. Jeder kann sehen, wie die Tiere gehalten werden, unter welchen Bedingungen sie leben und wie Landwirte ihre Tiere, aber auch ihre Felder und Wälder hegen und pflegen. "Schauen, schnuppern, genießen und erleben" heißt das Motto, unter dem sich die Landwirte am Tag des offenen Bauernhofes präsentieren.
Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Gottesdienst um 10 Uhr, danach folgen Begrüßung und Grußworte.
Ab 11 Uhr ist mit verschiedenen Speisen für das Mittagessen gesorgt, am Nachmittag werden Kaffee und selbst gebackene Kuchen angeboten.


Seit Generationen hier ansässig

Es gibt Stallführungen mit fachkundigen Informationen. Der Weiler Rennesberg ist Stadtteil von Kronach und auf dem Berg an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Unterrodach und Friesen gelegen. Seit Generationen ist hier der Bauernhof Fößel ansässig, der trotz zunehmenden Verkehrs auf der kleinen Gemeindeverbindungsstraße immer noch den Charme von Idylle und Beschaulichkeit ausstrahlt. Vor zwei Jahren investierte die Familie in einen neuen Stall. Dies war vor allem möglich und auch notwendig, weil sich der heute 34-jährige Sohn Stefan entschieden hat, den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern fortzuführen. Der gelernte Industriemechaniker machte eine Ausbildung zum Landwirt und absolvierte im Jahre 2009 die Meisterprüfung zum Landwirtschaftsmeister mit der Note sehr gut. Im vergangenen Jahr wurde Sohn Stefan der Betrieb überschrieben, erzählt der stolze Vater Bernhard Fößel. Insgesamt werden in der neuen Stallung 140 Tiere versorgt, davon 68 Milchkühe zuzüglich Nachzucht. An landwirtschaftlicher Nutzfläche werden rund 110 Hektar, davon rund 60 Hektar für Futteranpflanzung überwiegend zum Eigenbedarf bewirtschaftet. Ferner gehören 80 Freilandhühner zum Hof.
Mutter Gertrud Fößel backt zweimal in der Woche Holzofen-Bauernbrot. Angefangen hat alles irgendwann zwischen 2000 und 2001. Damals wollten die Landwirte im Frankenwald für die regionalen Bäckereien ihr Frankenwald-Korn anbauen und an die Bäckereien verkaufen. Dies wurde allerdings von den regionalen Bäckern nicht gut angenommen, erzählt Gertrud Fößel. Dies sei für sie Anlass gewesen, es doch selbst mit dem Brotbacken zu probieren. Und so konzipierte sie auch im Laufe von fast zwei Jahren Probezeit, es wurde noch in der Küche gebacken, ihre eigenen Brotrezepte. Ehemann Bernhard Fößel konnte dann 2002 ein Backhaus samt Holzofen errichten. Zum Backvorgang wird nur eigenes Getreide verwendet, das in der Schlottermühle bei Weißenbrunn gemahlen wird. Seit 2002 backt man wöchentlich zweimal zwei verschiedene Brotsorten, ein Körnerbrot und ein Bauernbrot.
Der Tag des offenen Hofes bietet ein umfangreiches Programm nebst Landtechnikpräsentationen und Informationsstände über die Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft. Für Kinderspaß- und Unterhaltung werden u. a. ein Streichelzoo und eine Hüpfburg sorgen. eh