Dies bestätigte Kreisvorsitzende Cordula Kelle-Dingel auf Nachfrage. Die Vogelschützer wollten mit einer Klage einen Baustopp der Windräder erreichen, weil sie gefährdete Vogelarten wie den Schwarzstorch, den Uhu, den Wespenbussard und den Roten Milan bedroht sehen, zumal ganz in der Nähe, bei Schimmendorf, ebenfalls ein Windpark entsteht. "In unmittelbarer Nähe zu den Anlagen brüten zwei windkraftrelevante Vogelarten", erinnert Kreisvorsitzende Dingel.

Das Verwaltungsgericht Bayreuth hatte die Klage Ende Juli abgewiesen. Inzwischen ging dem LBV die Urteilsbegründung zu. Davon ist Cordula Kelle-Dingel enttäuscht, denn sie weiß, welche Vögel sie und ihre Mitstreiter im Bereich der Windräder gesehen haben. Ihren Argumenten und Aussagen sei das Gericht leider nicht gefolgt, sondern der Meinung des genehmigenden Kronacher Landratsamts.

Der LBV wird zwar nicht in Revision gehen, aber ein Verfahren nach dem Umweltschadensgesetz in Gang setzen. Damit kann erreicht werden, dass es Auflagen für den Betrieb der Windräder gibt, sie zum Beispiel zeitweise still stehen müssen.