Die Friedersdorfer Rocknacht ist beliebter denn je. Wer hätte das gedacht, seufzt Bürgermeister Hans Pietz, aber nicht vor Anstrengung, sondern aus purer Freude. Denn Hans Pietz organisierte inzwischen bereits die 20. Friedersdorfer Rocknacht im Rahmen des Schützenfestes und hatte am Freitag wieder Grund zur Freude über ein volles Schützenhaus.
Im Jahr 1997 war eine Veranstaltung wie eine Rocknacht eher selten. Der Schützenverein Friedersdorf, deren Mitglied Pi etz schon seit mehr vier Jahrzehnten ist, betrat damals Neuland und bot die erste Rocknacht mit den Flatliners an, erinnert er sich. Dass daraus eine solche Erfolgsgeschichte wird, ahnte niemand. Bisher konnten die Friedersdorfer Schützen 25 junge Bands präsentieren. Manche der Bands waren schon bekannt und hatten ihre Fans.
Für etliche Bands wurde die Friedersdorfer Rocknacht ihr erster Auftritt.
So ist die Friedersdorfer Rocknacht bis heute ein Forum für junge, neue Bands, die sich erstmals vor einem größeren Publikum präsentieren können. Das Publikum zeigte sich auch dieses Jahr vom abwechslungsreichen Repertoire der vier Bands begeistert. Die junge Band Unschlagbar eröffnete die Rocknacht. Sie boten Songs mit deutschen Texten und bezeichnet selbst ihre Stilrichtung als "Deutschpunk".


Fetziger Coverrock

Nach fünfjähriger musikalischer Pause fand sich die Band "up^stairs" exklusiv für die Rocknacht wieder zusammen. Sie sagten zu, zum 20. Rocknacht-Jubiläum zumindest diesen einen Gig auf die Beine zu stellen. Von Beginn an konnte man erkennen, wie viel Spaß sie dabei hatten und der Funke sprang auf das Publikum über, das sich für den fetzigen Coverrock begeisterte. Als dritte Band des Abends überzeugte "dieSka". Sie ist inzwischen weithin bekannt und anerkannt. Erfolge feierte die Band schon in Österreich und vor ganz großem Publikum beim Berliner Bierfestival, an dem sie auch heuer im August wieder ihren großen Auftritt haben wird. Als besonderes Highlight stellte die Band mit ihrer ausdrucksstarken Sängerin Hanna auch eigene Songs vor. Den fulminanten Schlusspunkt setzte "Rudz - Ronzn und die Zauberschnecken" mit ihren selbstgemachten Songs der Richtung Rock und Punk. Die Band hat eine große heimische Fanschar, die die Texte kennt und sich gerne zum Mitsingen animieren ließ. Es herrschte eine Super-Stimmung.
Wie bei jeder Friedersdorfer Rocknacht war zu Beginn leider noch wenig Publikum anwesend. Der Zustrom an begeisterten Rockfans ließ aber bis Mitternacht nicht nach, so dass das Schützenhaus im sonst so beschaulichen Buchbachtal schließlich regelrecht bebte.
Erster Schützenmeister Frank Zapf dankte im Namen des Schützenvereins Hans Pietz für dessen unermüdliches Engagement in den vergangenen 20 Jahren, immer wieder aufstrebende und erfolgreiche Bands nach Friedersdorf zu verpflichten. Für den kleinen Ort ist das ein großes Ding, alle Jahre so viele junge Musiker im Schützenhaus begrüßen und sich an ihren Auftritten begeistern zu können.
Sehr wichtig sei die Resonanz beim Publikum von Jung bis Alt. Der Zuspruch war heuer besonders groß und der Friedersdorfer Schützenverein konnte sich wieder über diesen tollen Erfolg freuen. Hans Pietz dankte besonders den Bands, die in den vergangenen Jahren nach Friedersdorf gekommen und dament der Einladung des Schützenvereins gefolgt seien. Er halte das ganze Jahr über Ausschau nach Talenten und jungen Bands und möchte immer wieder auch Newcomern eine Chance bieten, sich mit einem guten Auftritt in Friedersdorf einen ersten Schritt zum Bekanntwerden zu ermöglichen.