Der gemeinnützige Trägerverein der Volkshochschule Kreis Kronach stellte eine ausgezeichnete Bilanz vor und schaut optimistisch in die Zukunft. Mit großer Freude wurde die Fertigstellung und der inzwischen erfolgte Einzug in das sanierte und modernisierte VHS-Gebäude mit Neubauerweiterung in Kronach aufgenommen.

Die Vorsitzende des Trägervereins, Kronachs Bürgermeisterin Angela Hofmann, konnte zur Versammlung viele Ehrengäste begrüßen. In ihrem Bericht wies sie darauf hin, dass der gemeinnützige Verein Volkshochschule Kreis Kronach Träger der Volkshochschule im Landkreis Kronach sei und derzeit 139 Mitglieder zähle, plus die Städte und Gemeinden des Landkreises. Der Verein erfülle seinen Bildungsauftrag in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kronach und seinen Städten und Gemeinden.

Treue Mitglieder geehrt

Eine besondere Freude war für die Vorsitzende die Ehrung treuer Mitglieder. Für sage und schreibe 60 Jahre Treue konnte Uta Bräuer und für 25-jährige Mitgliedschaft Doris Glück, beide aus Kronach, geehrt werden.

Der Umzug ins neue VHS- Gebäude hat gut geklappt. Hofmann dankte der VHS-Leiterin Annegret Kestler und ihrem Team. Sie konnte mit Julia Beetz auch eine neue pädagogische Mitarbeiterin vorstellen. Ihr Dank galt auch den Außenstellenleitern, den Initiatoren des Vormittagskreises, Wolfgang Schmidt und Walter Hofmann, allen Kursleitern und auch Landrat Klaus Löffler und schließlich dem Landkreis Kronach, der Sachaufwandsträger der VHS im Landkreis ist.

Besonders hob die Vorsitzende die Aktivitäten des Vormittagskreises hervor. Diese erstrecken sich über die Themenbereiche Gesellschaft, Geschichte, Kunst, Reisen, Literatur, Gesundheit und Politik. Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft.

Haushalt vorgestellt

VHS-Leiterin Annegret Kestler ging auf den Haushalt 2020 ein, dessen Volumen in Höhe von 1,15 Millionen Euro vom Verwaltungsrat genehmigt wurde. Die Einnahmen bestehen zu 17 Prozent aus Bundesmitteln, 26 Prozent werden vom Bayerischen Kultusministerium beigesteuert, 34 Prozent trägt der Landkreis Kronach und 23 Prozent sind Eigenmittel. Die Ausgaben teilen sich in 60 Prozent für Unterricht und 40 Prozent für Verwaltung auf. Neben der allgemeinen Erwachsenenbildung habe sich viel in der beruflichen Bildung getan.

Bildungspreises vorgeschlagen

Verwaltungsrat Reinhard Autolny schlug die Vergabe eines Bildungspreises vor und hatte auch schon einen Namen für den zu vergebenden Pokal: die "Bildungseule". Der Preis soll an Menschen mit besonderen Verdiensten um die Erwachsenenbildung im Landkreis Kronach verliehen werden.

Für die erstmalige Verleihung im Jahr 2021 wurden folgende Personen vorgeschlagen: Landrat Klaus Löffler, Altlandrat Oswald Marr, Manfred Raum (ehemaliger Bürgermeister), Günther Daum (ehemaliger Kreiskämmerer) und Gabriele Strehle (ehemalige Baurätin der Regierung von Oberfranken/Städtebauförderung). Die Vorschläge wurden von der Versammlung angenommen.

Autolny war einer der großen Verfechter für die Sanierung und den Neubau des VHS-Gebäudes gewesen. Ihm waren die Freude und gute Laune über dessen Fertigstellung emotional anzumerken. Er sprach von einer "großartigen Leistung, auch wenn es sich lange hingezogen hat". Letztlich sei der Zusammenhalt ausschlaggebend gewesen, und es sei ein schönes Gebäude daraus geworden. Die Investition von rund sieben Millionen Euro (davon rund fünf Millionen Fördergelder) habe sich gelohnt, sagte Autolny erleichtert.

Den Jahresabschluss 2019 hatte Revisor Hartmut Jungkunz geprüft und für in Ordnung befunden. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

Die Gewinn- und Verlust- Rechnung 2019 weist Erträge von rund 1,011 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 1,039 Millionen Euro aus. Der Jahresfehlbetrag von circa 28 000 Euro ist aber kein Defizit, da er durch einen positiven Jahresvortrag ausgeglichen werden kann.

Finanzielle Herausforderung

Für das Jahr 2020 sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Dieser Haushalt werde aber aufgrund der Corona-Pandemie davon abweichen, meinte die Leiterin, Annegret Kestler. Auch für die Vorfinanzierung durch Drittmittelprojekte sei eine Prognose absolut schwierig, 2020 sei "eine Herausforderung für die Liquidität".

Einige Neuerungen in beruflicher Weiterbildung stellte die neue pädagogische Mitarbeiterin Julia Beetz vor. Es werde Angebotserweiterungen mit den Kursen "Fit für den Beruf", "VHS für Firmen" und "VHS für Frauen" geben. Für Firmen werde die VHS ein starker Partner vor Ort sein. Pädagogischer Mitarbeiter Johannes Hausmann, der für die 15 Außenstellen zuständig ist, stellte die Programme "junge VHS" vor und dankte in diesem Zusammenhang auch der pädagogischen Mitarbeiterin Jessica Herbst für die gute Zusammenarbeit vor allem beim Projekt "Talent-Campus Ferien", zu dem er auch für das Highlight "Held ohne Kräfte zu haben" einen Videoclip einspielte.

Weiterer Landratsstellvertreter Bernd Steger lobte die Arbeit der VHS mit ihrer Vielfalt an Bildungsangeboten in Kronach und ihren Außenstellen flächendeckend im Landkreis Kronach. Überall würden gute Leistungen erbracht. Sein Dank galt aber auch dem Trägerverein mit Vorsitzender Angela Hofmann, die auch in schwieriger Zeit den Verein gut lenke.