Die Freude in der Arnikastadt ist groß. Die Neugestaltung des Stadtkerns nimmt mehr und mehr Form an - DAS regt auch Investitionstätigkeiten an. Wie Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) bereits in der letzten Stadtratssitzung bekanntgegeben hatte, errichtet ein junges Paar in der ehemaligen ASCO eine Tagespflege.

Am Freitagabend stand nunmehr der entsprechende "sehr erfreuliche" Bauantrag von Romana Jakob und Jörg Förtsch zur Nutzungsänderung des Gebäudes in eine Tagespflege auf der Tagesordnung. Diesem wurde einstimmig stattgegeben.

Fünf neue Arbeitsplätze entstehen

"Ich finde es super, dass sich junge Leute so etwas trauen", so Weber. Der Fassadensanierung war bereits in der letzten Sitzung zugestimmt worden. Das Gebäude wird im Innenbereich komplett umgestaltet. Die Tagespflege für Senioren - es entstehen 20 Pflegeplätze - wird im Erdgeschoss eingerichtet.

Es soll auch eine Terrasse zur Hauptstraße angelegt werden, weswegen Weber auch die Sanierung des Anwesens Hauptstraße 12 für den Gesamteindruck wichtig ist. Im ersten Stock werden Sanitär- und Büroräume untergebracht.

"Für die Tagespflege entstehen fünf neue Arbeitsplätze", freute sie sich. Auf die bestehenden Heimarbeitsplätze hat die Nutzungsänderung keinen Einfluss. Diese sind gesichert und bleiben erhalten.

Regularien bereits alle geklärt

Wie die Bürgermeisterin ausführte, sind für das Projekt bereits sämtliche Regularien geklärt und Bewilligungen eingeholt. Seitens der Verwaltung habe man sich rund vier Monate lang mit der Maßnahme beschäftigt. Das Bauvorhaben wurde mit dem Stadtumbaumanagement abgestimmt; die Investoren auch wegen etwaiger Fördermittel beraten. Diese wollen aber, so Weber, vieles in Eigenregie realisieren. "Ein Gebäude mehr, das saniert wird", strahlte sie.

Grünes Licht gab es auch für den Bauantrag des Erzbischöflichen Jugendamtes Bamberg für die Sanierung des Bettentraktes sowie Anbau eines Außenaufzugs am Jugendbildungshaus "Am Knock" in Teuschnitz. Die Bettenanzahl bleibt gleich; alle Zimmer werden aber nunmehr mit Nasszellen ausgestattet. Um bei Bedarf "aufstocken" zu können, sind teilweise in den Zimmern Stockbetten vorhanden. "Das Bauvorhaben ist ein deutliches Zeichen, dass das Erzbistum an seinem Standort in Teuschnitz festhält", so die Bürgermeisterin.

Haushaltsjahre nicht beanstandet

An den Prüfungen der Jahresrechnungen von 2017 bis 2019 gab es nichts zu beanstanden. Der Prüfungsausschuss wies allerdings auf die hohen Stromkosten des Pumpwerks in Haßlach und die seit Erlass nicht mehr angepasste Hundesteuer hin. Beides werde geprüft werden, so Weber.

Das Haushaltsjahr 2017 schließt mit einem Gesamtvolumen von 6 335 699 Euro, davon Verwaltungshaushalt 4 079 286 Euro und Vermögenshaushalt 2 256 413 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beläuft sich auf 1 146 546 Euro, der Überschuss auf 30 901 Euro.

Das Gesamtvolumen des Haushaltsjahres 2018 beträgt 6 661 721 Euro, davon Verwaltungshaushalt 3 404 407 Euro und Vermögenshaushalt 3 257 313 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 376 611 Euro, der Überschuss 5863 Euro.

Festgestellt wurde auch die Jahresrechnung 2019 mit einem Gesamthaushalt von 7 895 646 Euro, davon Verwaltungshaushalt 3 501 509 Euro und Vermögenshaushalt 4 394 136 Euro. Hier ergibt sich eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 347 390 Euro.

Neuer Netzwerkmanager

Die Rohbauarbeiten für das Schwarze Kreuz werden aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Der Auftrag für die neue Bushaltestelle bei der Sparkasse ging an die Firma Zimmermann aus Siegen zum Angebotspreis von 19 953 Euro. Die Abschluss-Sitzungen der Verwaltungsgemeinschaft sowie des Schulverbands Teuschnitz fanden am 23. April statt. Neuer Netzwerkmanager wird Andreas Bayer aus Teuschnitz.