Mehr Solarstromgewinnung durch Privathaushalte - das will der Verein Energievision Frankenwald. Dafür hat der Verein die Aktion "1000 Dächer für die Sonne" gestartet. Das Ziel ist es, die Bürger in der Region vom Solarstrom zu überzeugen: Langfristig sollen so zwei Prozent der privaten Häuser mit Photovoltaik-Anlagen und modernen Energiespeichern ausgestattet werden.

Auf einer öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch in Stockheim informierte der Verein über wirtschaftliche und technische Hintergründe von Photovoltaik für den privaten Bedarf. "Erneuerbare Energien rechnen sich auch heute noch", ist Martin Kastner von Energievision Frankenwald überzeugt. In der Öffentlichkeit höre man häufig von der sinkenden Einspeisevergütung, die Anlagenbetreiber bekommen. Wer jedoch viel, des selbst produzierten Solarstroms, selbst nutzt, der könne nach wie vor viel Geld sparen. Unterm Strich müsse ein Photovoltaik-Nutzer 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde ausgeben, wohingegen eingekaufter Strom rund 30 Cent kosten würde, so Kastner.


Moderne und kompakte Batterien

Durch neuere Anlagen könne man heutzutage bis zu 75 Prozent des eigenen Strombedarfs durch Photovoltaik decken. "Gerade bei den Energiespeichern gibt es neue Technik. Die Batterien sind effizienter und auch kleiner geworden", erklärt der Diplom-Geograph. Deswegen lohne sich eine Aufrüstung auch für Bürger, die bereits Solaranlagen auf dem Dach haben.

Für die Aktion arbeitet der Verein mit drei regionalen Installateursbetrieben und dem Energieunternehmen BayWA r.e. zusammen.