Die Gemeinde habe sich Themen wie Familienfreundlichkeit, Bildung, Innovation und Wirtschaft auf die Fahne geschrieben. Und die Zeit habe gezeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig gewesen sei. Löffler erwähnte die Einrichtung flexibler Kinderbetreuungszeiten und den Ausbau der Kindertagesstätten, den Kinderbonus sowie den sukzessiven Ausbau des BRK-Mehrgenerationenhauses in Buchbach. Weiter ging er auf die vier gebundenen Ganztags klassen, die Sozialbetreuung an der Schule und auf die Herausforderung, die Schüler der Mittelschule Windheim fit für die FOS am Rennsteig zu machen, ein.

Hinsichtlich der Finanzen könne sich die Gemeinde sehen lassen. Trotz Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro seien die Schulden um fünf Millionen auf derzeit 2,1 Millionen Euro reduziert worden.
Insgesamt, so Löffler, seien innerhalb der Gemeinde 27 Straßen mit einer Gesamtlänge von 7,3 Kilometern ausgebaut worden.
Stolz war er, dass sich bei seinem in Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband entwickelten Projekt "Lebensqualität für Generationen" auch Firmen außerhalb der Rennsteig-Region involviert haben.


Drei größere Investitionen

Er erwähnte mehrmals, dass die Gemeinde, um erfolgreich agieren zu können, auf engagierte Bürger und auf Unternehmen angewiesen sei, die sich mit der Region identifizieren. In diesem Zusammenhang ging er auf drei größere Investitionen, die Schaffung einer Produktionshalle und eines Betriebsgebäudes von Rauschert Steinbach, den Bau des Supermarkts für Generationen in Steinbach durch die Familie Börschel sowie auf die Errichtung des neuen Scherbenplatzes bei Wiegand-Glas ein. Sein Dank galt allen Bürgern und Gewerbetreibenden, die ihren Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Gemeinde leisten sowie seinen Mitarbeitern im Bauhof und Verwaltung.

Klaus Löffler ging auch auf bevorstehende Maßnahmen ein. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Fertigstellung der B 85 im kommenden Jahr, den Breitbandausbau in allen Gemeindeteilen, bei dem die notwendigen Schritte im Verfahren des zweiten Förderprogramms des Freistaats Bayern eingeleitet wurden. Da soll in Kehlbach ein weiterer Verteiler bis zur Ortsmitte angebracht werden. Der Fördersatz beträgt 80 Prozent der Investitionskosten, höchstens jedoch 500 000 Euro.

"Mit Dir passt's", lobte Landrat Oswald Marr (SPD) die Zusammenarbeit mit Klaus Löffler. Er versprach, dass der Ausbau des letzten Abschnitts der KC 18 zwischen Hirschfeld und Windheim spätestens bis zum Jahr 2015 in Angriff genommen wird.


Was tut sich bei der Schülerbeförderung?

Im Zuge der Bürgerversammlung nahm Landrat Oswald Marr (SPD) auch zum Thema Schülerbeförderung Stellung. Schon seit Jahren sei dies ein Thema. Er erwähnte das Gespräch mit einem Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. (der FT berichtete). Er wies nochmals darauf hin, dass ab 15. Dezember, also zum Fahrplanwechsel, ein Zug mit fünf Teilen auf der Strecke in den Norden fahren wird. Bis dahin soll für die kommenden fünf Wochen, jeweils am Freitag, ein Bus bis nach Pressig fahren, um die Lage im Zug (13.07 Uhr - Richtung Ludwigsstadt) zu entschärfen. Er erklärte, dass lediglich ein Busunternehmen gefunden werden konnte, das sich bereit erklärte, diese Tour zu übernehmen. Auch sollen mit den Schulleitungen Gespräche aufgenommen werden und man will versuchen, eventuell durch Stundenplanänderungen die Situation zu entschärfen. Zur Drängelei sagte er, dass ein Sicherheitsdienst Abhilfe schaffen soll.

Landrat Oswald Marr beteuerte, dass die Schulwegsicherheit gewährleistet sein müsse. Von den aktuellen Geschehnissen wisse er erst seit einer Woche. Er hätte sich gewünscht, dass vorab jemand auf ihn zugekommen wäre. "Der überfüllte Zug war schon vor 45 und vor 25 Jahren ein Thema", so Reinhard Löffler. Damals sei die Bahn immer mit der Ausrede gekommen, die Bahnsteige seien zu kurz, um mehr Waggons anzuhängen.
Werner Vetter bangte um die schwächsten Schüler. "Wenn in einen Fünf-Teiler-Zug 550 Schüler reinpassen, 600 Schüler sind aber da, dann bleiben 50 übrig!" Die Kleinen und die Schwachen hätten das Nachsehen. Er sprach von einem Vertragsbruch, wenn die BEG die erforderlichen Leistungen nicht erbringe.

Zur Tatsache, dass Kinder in der Bahn und im Schulbus keinen Anspruch auf einen Sitzplatz haben, stellte Werner Vetter die Verkehrsordnung in Frage. Weder bei der Bahn noch beim Schulbus bestehe ein Anspruch auf einen Sitzplatz, wenn ein Pkw-Fahrer aber der Anschnallpflicht nicht nachkomme, werde er bestraft. "Da passt was nicht!"