Rote Köpfe, wackelige Beine, Seitenstechen. Und der Schweiß fließt in Strömen, während sich die Jungen und Mädchen auf die Jagd nach gelaufenen Runden, Stempeln und natürlich Sponsorengeld begeben. Bei dem beispielhaften Schulprojekt konnte jeder Läufer auf dem Bolzplatz der Kronachtalhalle so viel, so schnell und so oft laufen, wie er wollte.

Die Schüler hatten im Vorfeld Sponsoren davon überzeugt, für jede von ihnen gelaufene Runde einen bestimmten Betrag zu bezahlen. Bereits jetzt steht fest, dass das "Fersengeld" einigen ganz schön teuer kommen wird, ließen sich die jungen Laufwunder von der Hitze doch nicht abschrecken.
Im Gegenteil: Alle legten sich mächtig ins Zeug, um ihre Muskelkraft und Ausdauer Meter für Meter in den Dienst der guten Sache zu stellen.


Schule hilft mit vielen Aktionen

Genau das hatte die Grundschule Wilhelmsthal schon während des kompletten Schuljahres getan. Der Verkauf fair gehandelter Bananen, das Sammeln leerer Druckerpatronen, der schuleigene Regenwaldladen mit umweltverträglichem Schulbedarf, der Weihnachtsbasar "Kinder helfen Kindern" für krebskranke Kinder, Spendenaktionen, die Zusammenarbeit mit dem Karibu-Weltladen in Kronach und natürlich das "Café mit Herz", das jeden Monat seine Pforten öffnet - die Liste der Aktivitäten der mehrfach ausgezeichneten "Umweltschule in Europa" ist lang. Auch beim Schulfest berücksichtigte die Schule wieder soziale Zwecke mit großherzigen Spenden.

Eine Spende in Höhe von 589,29 Euro ging an Unicef für den Aufbau von Schulen in Afghanistan. Diese Spende wurde von Matthias Simon stellvertretend für Unicef entgegengenommen. Wie er ausführte, kann schon für 15 Euro das Schulmaterial für einen Schüler für ein ganzes Jahr angeschafft werden. Man könne sich ausrechnen, welch große Hilfe die Spende für die Menschen dort bedeute.

Eine große Hilfe sind sicherlich auch die 507 Euro, die bei einer schulinternen Spendenaktion für die Flutopfer in bayerischen Städten zusammengekommen waren. Gespendet hatten Schüler, Eltern und Lehrer. Das Geld wurde von Dekan Michael Dotzauer für die Flutopferhilfe der Caritas entgegengenommen. Dotzauer bedankte sich in herzlichen Worten für die Spendenbereitschaft.


Schüler ausgezeichnet

Das Schulfest nutzte Schulleiter Ulrich Weiß für die Auszeichnung von Schülern, die im ablaufenden Schuljahr in verschiedenen Bereichen hervorragende Leistungen gezeigt hatten - so bei Mathematik-Wettbewerben, den Bundesjugendspielen oder auch im Arbeitskreis Schulhausneubau. Hierbei ging es um die Gestaltung des Geländes für die neue Schule. Die Kinder hatten ihre Ideen und Vorschläge, wie das Schulgelände aussehen könnte, in zeichnerischer Form zu Papier gebracht. Verabschiedet wurden nicht nur die Schüler der vierten Klassen, sondern auch Lehrerin Astrid Machalett, die ein Jahr an der Schule tätig war.

Und natürlich gab es auch ein buntes Bühnenprogramm. Die Schüler hatten im Vorfeld mit ihren Lehrern viel geübt, um ihre Talente zeigen zu können. Ihre Mühen hatten sich gelohnt. So sangen, tanzten und schauspielerten die Nachwuchsakteure, was das Zeug hielt. Das Flötenstück "Trio" wurde von Schülern der zweiten bis vierten Jahrgangsstufen zum Klingen gebracht. Zu hören und sehen gab es weiterhin die Tänze "Trouble-Maker" (4 a), "Schule ist nur was für Coole" (3K4) sowie "Nutbush City Limits" (alle Jahrgangsstufen), die Lieder "Ich brauche kein Orchester" (1K2, 1 a) und das Kartoffel-Lied (2 a) als auch einen Lügendetektor-Sketch (4 a/K4).


Lustige Spiele

Anschließend gab großen Applaus, auch von Schulamtsdirektor Uwe Dörfer. Herzlich bedankte sich der Schulleiter bei allen großen und kleinen Helfern für die großartige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Schulfestes.

Nach dem Bühnenprogramm waren alle Kinder, Geschwister und Eltern zu einem großen Spielparcours geladen. Geschicklichkeit und Sportlichkeit stellten Jung und Junggeblieben an sechs lustigen Stationen unter Beweis, so beim Dosenwerfen, Sackhüpfen, Zielspritzen, Wickinger-Schach, Teppichfliesen-Lauf und dem Basteln von Fliegern und Schachteln. Wer mindestens vier dieser Stationen durchlaufen hatte, bekam eine kleine Überraschung. Bei einem Kinderflohmarkt konnten tolle Schnäppchen gemacht werden. Zudem gab es allerhand Leckereien für das leibliche Wohl.