Der SV Friesen wandelt einen Rückstand zum Sieg und schafft damit den Ligaverbleib.
In einer guten Begegnung schlug der SV Friesen zur Kirchweih den Tabellenfünften Herzogenaurach mit einer starken Leistung, vor allem in der zweiten Spielhälfte, verdient mit 5:2 und sicherte sich somit vorzeitig den Verbleib in der Landesliga Nordost. SV Friesen - FC Herzogenaurach 5:2 (2:2)
Von Beginn an entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Die erste Möglichkeit bot sich Max Schülein kurz nach dem Anpfiff, der den Ball jedoch knapp am Tor vorbei schob. Nur wenig später spielte der einsatzfreudige Felix Müller in zentraler Position am 16-Meter-Raum Marcel Lindner an, der bei der Ballannahme innerhalb des Strafraums von seinem Gegenspieler gefoult wurde. Schiedsrichter Urbanczyk zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und David Daumann verwandelte souverän zur 1:0-Führung.
Die Führung gab der Heimelf Auftrieb. Lindner schickte mit einem schönen Pass Daumann über rechts, dieser suchte im Zentrum Schülein, dessen Torschuss allerdings Schlussmann David Reklin parierte. Kurz darauf kam der SVF erneut über die rechte Seite mit Lindner, der den im Zentrum lauernden Christian Brandt ins Spiel brachte. Brandt zog direkt aus 16 Metern ab, scheiterte aber auch am Keeper.
Allmählich kamen die Gäste besser ins Spiel und erhöhten nun den Druck. Der Friesener Abwehr gelang es nicht, den Ball aus dem eigenen Strafraum herauszubekommen, so dass die Gäste mit einem Doppelschlag von Yannik Jassmann innerhalb kürzester Zeit erst ausglichen und dann sogar in Führung gingen. Zunächst nutzte Jassmann eine tumultartige Szene im Strafraum mit einem Abstauber zum 1:1, bevor er nur eine Minute später erneut traf. Vorausgegangen war eine lange Flanke auf den zweiten Pfosten. Der Ball wurde per Kopf zurückgelegt auf Jassmann, der nur einschieben musste.
In der Folge hatten die Gäste mehr vom Spiel und weitere Chancen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Frankenwälder wieder besser ins Spiel. Lindner tankte sich durch die gegnerische Spielhälfte, zeigte den nötigen Blick für den Mitspieler und passte genau im richtigen Moment in den Lauf von Brandt, der aus halbrechter Position innerhalb des Strafraums abzog und den Ball unhaltbar in die Maschen jagte.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Mannen um Trainer Armin Eck eine der besten Leistungen der Saison auf heimischem Boden. Allen voran der laufstarke Mittelfeldmotor Hannes Nützel unterband reihenweise den Spielaufbau der Gäste. Die Abwehr stand sicher und die Offensivabteilung zeigte gutes Kombinationsspiel. Ein von Daumann getretener Eckstoß erreichte Lindner, der den Ball im Strafraum für Michael Söllner vorlegte. Söllner nahm den Ball auf Höhe des 5-Meter-Raumes an, schaute auf und schob unaufgeregt zur Führung ein.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Szenen für beide Mannschaften. Etwa eine Viertelstunde vor Spielende bediente Lindner mit einem sehenswerten Pass über die rechte Seite den eingewechselten Kai Aust. Mit viel Übersicht bediente dieser den im Zentrum mitgelaufenen Schülein, der zum 4:2 vollendete. In der 76. Minute sah Gästeakteur Jakob Karches nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Wenige Minuten vor Spielende machte der SV Friesen den Sack mit dem 5:2 zu. Nach schönem Kombinationsspiel zwischen Nützel und Brandt setzte Lindner den Schlusspunkt. sg SV Friesen: Wolf - Söllner, Fa. Müller, Lindner, Nützel, Schülein, Brandt, Sesselmann, Fe. Müller, Daumann (66. Aust). FC Herzogenaurach: Reklin - Rahe, Karches, Staniszewski, Reinhardt (64. Scarcella), Stübing, Rockwell, Amling, Göller (64. Nahr), Geinzer, Jassmann (83. Dittler). Tore: 1:0 Daumann (5./FE), 1:1 Jassmann (19.), 1:2 Jassmann (20.), 2:2 Brandt (41.), 3:2 Söllner (52.), 4:2 Schülein (74.), 5:2 Lindner (88.) / Gelb-Rot : -/Karches (76.) / SR : Kay Urbanczyk / Zuschauer: 120.