Seit Jahren steht in Steinweisen das Thema "einheitliches innerörtliches Beschilderungskonzept" im Raum. Verschiedene Entwürfe wurden bereits diskutiert.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Yannic Wildner als Diskussionsgrundlage ein Konzept vor, das auf Corporate Design basiert und damit einen hohen Wiedererkennungswert hat.
Ziel ist eine Verbesserung der innerörtlichen Navigation für Gäste und Ortskundige auch zu den ansässigen Betrieben. Anhand von Fotomontagen stellte Wildner anschaulich die möglichen Standorte vor.

In der Diskussion verriss Richard Rauh (SPD) das Konzept total. Er meinte, "dass die Tafeln fürchterlich aussehen" und zu groß seien. Außerdem stünden viel zu viele Standorte zur Debatte. Jürgen Eckert (CSU) konterte, dass dies nur eine grobe Vorlage sei, die Höhe von etwa 2,30 Meter sei "völlig in Ordnung".


Abstimmung mit Bürgern


Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) sagte, dass dies nur Vorschläge seien und die Standorte sowieso mit den Anwohnern abgestimmt werden müssen.

Über die Haushaltseckdaten informierte anschließend Geschäftsleiter Rainer Deuerling. Der Verwaltungshaushalt ist mit 5,749 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 3,073 Millionen Euro angesetzt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt wird erreicht.

Die momentan größten Projekte für 2018 sind die Schule in Steinwiesen, die Sanierung des alten Rathauses in der Silberbergstraße, das Schneckenpumpwerk in der Kläranlage Steinwiesen und die Schlussrechnung des Beleuchtungskonzeptes der Ortsdurchfahrt. Außerdem werden Sondertilgungen aufgrund der Stabilisierungshilfen geleistet.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) meinte, dass es noch einige bisher nicht berücksichtigte Investitionen geben könnte. Er nannte die Wasserleitung in Berglesdorf, den Ausbau der Zufahrt zum "Feststoudl" in Neufang und die Erhöhung des Ansatzes für den Bauhofausbau auf 30 000 Euro.


Keine Geld für Straßen?


Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer (CSU) reklamierte, dass für den Straßenausbau am Gries oder in der Leitschsiedlung kein Geld eingestellt sei, obwohl diese auf der Prioritätenliste stünden. Gerhard Wunder (CSU) entgegnete, dass dort ja vielleicht noch Gas verlegt werde. Für Richard Rauh (SPD) war es nach außen nicht vertretbar, dass in Berglesdorf etwas gemacht werde und woanders nicht. Hier entgegnete Wunder, dass dies eine gesetzliche Auflage sei, die erledigt werden müsse.
Der Markt Steinwiesen hat 2017 Spenden von 12 033,32 Euro erhalten, die meist projektbezogen waren.


Kein Tempolimit in der Nacht


Für Projekte des Landschaftspflegeverbands Frankenwald rechnet Steinwiesen heuer mit Kosten von 19 627 Euro. Für den Markt bedeutet dies eine Verwaltungskostenpauschale von 1714 Euro. In der Bürgerversammlung war eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ortsdurchfahrt angeregt worden. Das Landratsamt Kronach hat diesen Antrag inzwischen abgelehnt.
Für den Radweg vom Erlebnisbad auf der alten Bahntrasse zur Ortsmitte wird der Zuwendungsantrag vorbereitet, die Brücke über die Leitsch wird das Bauamt auf eigene Kosten wieder herrichten, für die Brücke über die Rodach muss die Tragfähigkeit geprüft, ein Büro beauftragt und dann die Lösung von der Regierung genehmigt werden.

Die Firma "LeadMould" nimmt am 1. April im ehemaligen Dreefsgebäude ihre Arbeit auf. Deshalb muss der Brückenausbau der Nurnbrücke dringend vorangetrieben werden.

Bürgermeister Gerhard Wunder informierte kurz über die jüngste Sitzung des Schulverbandes Oberes Rodachtal (wir berichteten). Seine Tendenz gehe hin zu einem Schulvertrag, um so lange wie möglich eigenständig bleiben zu können.


Fassaden sollen schöner werden

Für die Erweiterung des interkommunalen Förderprogramms auf das neu ausgewiesene Untersuchungsgebiet wird ein Beschluss benötigt. Anschließend muss eine Stellungnahme abgeben werden, dass im Bereich des Untersuchungsgebietes viele städtebauliche Missstände - vor allem hinsichtlich der Fassaden - vorhanden sind. Für deren Beseitigung ist das interkommunale Förderprogramm geeignet. Das Gremium beschloss deshalb, vorbereitende Untersuchungen einzuleiten.

Verwaltungsangestellter Roland Zwosta erläuterte die Betriebsabrechnungen von Abwasser, Wasser, Erlebnisbad und den Tourismus und Erholungseinrichtungen. 2017 wurde demnach bei der Wasserversorgung ein Minus von 8329 Euro ausgewiesen.

Im Bereich der Abwassergebühren gibt es dagegen ein Plus von 1528 Euro. Man arbeite also weitgehend kostendeckend.


Hohe Defizite


Im Bereich des Erlebnisbades und des "Hauses des Gastes" bleibt das Defizit auf hohem Niveau bei etwa 335 000 Euro. Auch für die Parkanlagen fällt ein Minus von 52 000 Euro an. Hier werden auch Paten für die Pflege der Grünanlagen gesucht.

Der Bauantrag der Firma Kotschenreuther Stapler- und Systemtechnik aus Neufang auf Anbau von Ausstellungsräumen wurde befürwortet.