Komplett zerlegt wurde ein relativ neuer Citroen bei einem Unfall am Freitag gegen 3 Uhr in der Industriestraße in Kronach. Der 22-jährige Fahrer wurde schwer verletzt im Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Kronach befreit werden. Bei dem Verkehrsunfall entstand ein Sachschaden von 26.500 Euro. Der Fahrer zog sich Verletzungen im Bein- und Brustbereich zu. Da bei ihm Alkoholgeruch wahrgenommen wurde, musste im Krankenhaus eine Blutentnahme durchgeführt werden.

Der junge Mann befuhr die Industriestraße stadtauswärts, aufgrund des Zerstörungsgrads des Autos wahrscheinlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Auf Höhe Maschinenfabrik Weber kam der Citroen nach rechts von der Straße ab und rammte mehrere Findlingssteine neben der Straße sowie einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motor des Fahrzeugs - in Findlingsgröße - aus dem Auto gerissen, einer der Steine wurde 50 Meter in eine Anpflanzung geschleudert. Da die Airbags des Autos ausgelöst hatten, wurde das fahrzeugeigene Notrufsystem aktiviert und setzte selbstständig einen Notruf bei der Polizei ab.


Diskussion auf Facebook-Seite

Mit Spreizer, Schneidgerät und mehreren Rettungszylindern wurde der junge Mann von der Feuerwehr Kronach aus seiner misslichen Lage befreit und vom Rettungsdienst in die Klinik gebracht. Anschließend reinigte die Wehr die Straße und band auslaufende Betriebsstoffe ab. Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Die Industriestraße war über zwei Stunden gesperrt. Die Feuerwehr Kronach war mit vier Fahrzeugen und ca. 35 Kräften im Einsatz.

Der schwere Unfall wurde am Freitag sehr eifrig auf der Facebookseite des FT Kronach geklickt und diskutiert. Bereits drei Stunden nach der Veröffentlichung wurden über 6000 User erreicht, am Abend fast 13 000. Die User diskutierten erregt über den schweren Unfall. Einer der Kommentatoren, der von der Nachtschicht kam, will den Unfallfahrer "mit etwa 120 Sachen" an sich vorbeibrettern gesehen haben. 100 Meter weiter geschah dann der schreckliche Unfall. Vor allem das anscheinend sehr hohe Tempo innerorts bewegte die Gemüter. Nach 50 Stundenkilometer - wie an der Unfallstelle erlaubt - schaute der hohe Zerstörungsgrad des Autos nicht aus. Da waren sich auch Feuerwehrleute und Fachleute am Unfallort einig. Einer der User merkte an, dass, wenn ein Fahrzeug ein System zum Absetzen eines Notrufs habe, es eventuell auch über einen Unfalldatenschreiber verfüge. Da könne man das Tempo beim Aufprall feststellen.

In den Raum gestellt wurde von einigen Usern auch, dass des nachts auf dem kerzengeraden Teil der Industriestraße illegale Rennen gefahren werden.