Der Wohnmobilstellplatz in Rothenkirchen erfreut sich großer Beliebtheit. Derzeit sind zwölf Camper aus ganz Deutschland hier, um zu relaxen und die herrliche Landschaft rund um das idyllisch gelegene Landleitenbachtal zu genießen. Bei einem Besuch auf dem Platz mit Bürgermeister Stefan Heinlein trafen wir unter anderem Besucher aus Stuttgart, Berlin und dem Ahrtal.

Ein Camper aus Stuttgart ist zum ersten Mal hier und fühlt sich wohl. Das Einzige, was ihm fehlt, sind Internet und Mobilfunk, aber ansonsten zeigt er sich zufrieden, vor allem mit der beschaulichen Lage. Ein paar Plätze weiter entdecken wir echte Lagerfeuerromantik. Um die knisternden Flammen im Feuerkorb haben es sich mehrere Personen beim Bier gemütlich gemacht. Es stellt sich heraus, dass sie aus Berlin, Humprechtshausen und dem Ahrtal kommen.

"Wir sind seit 2004 mehrere Male im Jahr hier", sagt ein Berliner regelrecht begeistert, und die Ehefrau fügt hinzu, "auch im Winter". Das ist das Stichwort für ein Ehepaar aus dem unterfränkischen Humprechtshausen. Auch sie verraten, dass sie seit 2004 hier campen und die Campingfreunde aus Berlin regelmäßig auf dem Wohnmobilstellplatz in Rothenkirchen treffen. Kurz vor der Anreise wird telefonisch Kontakt aufgenommen und ein paar Stunden später trifft man gemeinsam im Landleitenbachtal ein.

Es staubt in diesem Jahr

Es ist eine angenehme Atmosphäre und die Leute sind nett. Es gibt ausgeschilderte Wanderwege, das Naturerlebnisbad, einen Trimm-Dich-Pfad und viele Möglichkeiten für erholsame Tage. Was sie in diesem Jahr zu bemängeln haben, sind die vielen Langholztransporter, die bei der extremen Trockenheit auch noch viel Staub aufwirbeln. Aber es könnten ja auch nicht alle Waldwege asphaltiert werden, fügen sie verständnisvoll hinzu.

Ein großes Lob gilt dem Platzwart Roland Ringlstetter, der sich rührend um die Gäste kümmert. Mit am Lagerfeuer sitzt auch ein Herr aus dem Ahrtal. Auch er ist schon seit 2009 Stammgast in Rothenkirchen. Im vergangenen Jahr ist seine Frau verstorben, aber er ist dem Landleitenbachtal treu geblieben. Er fährt am Sonntag in sein Heimatdomizil, wird aber im Oktober wieder mit seinem Wohnmobil hier auftauchen. Es gefällt ihm so gut, dass er sich eventuell eine Wohnung in Rothenkirchen suchen will. Schade nur, sagt er, dass das schöne Naturerlebnisbad wegen der Corona-Pandemie nicht geöffnet ist. "Wir nutzen aber die Zeit, um einiges zu sanieren und dann noch mehr Komfort bieten zu können", sagt Bürgermeister Stefan Heinlein.

Viel investiert

In den vergangenen Jahren wurde viel investiert und dadurch natürlich der Platz auch attraktiver. Das spricht sich bei Wohnmobilfans herum, wie die Benutzerzahlen aussagen. So waren 2018 571 Übernachtungen mit 1200 Personen gemeldet und im Jahr 2019 hatte man 614 Übernachtungen und 1300 Personen registriert. Seit 1. Juni ist der Platz wieder geöffnet und seither belegt. Das ist ein gutes Omen, so dass der Bürgermeister mit dem Gedanken spielt, den gegenüberliegenden Zeltplatz teilweise auch für Wohnmobilstellplätze nutzen zu lassen. Der Jugendzeltplatz sei zwar auch heiß begehrt, bleibt aber in diesem Jahr wie auch das Schwimmbad wegen der Corona-Pandemie ganz geschlossen.

Der Bürgermeister dankte den treuen Besuchern und versicherte, weiter alles zu tun, damit sie sich im ruhigen Rothenkirchen wohlfühlen.