Die Fachmesse, die in diesem Jahr unter dem Motto "Gemeinde 2030 - Kommunale Megatrends" stand, gab einen Einblick in die kommunale Arbeit von morgen. Mit dabei waren Bürgermeister des Landkreises Kronach, Landrat Oswald Marr (SPD) sowie Führungskräfte und Entscheider der öffentlichen Verwaltung.

Für ihn sei die Kommunale eine gute Sache, so der Steinbacher Bürgermeister Klaus Löffler (CSU). Schließlich müsse sich eine Gemeinde auch im Verwaltungsbereich weiterentwickeln. Ihn interessierte vor allem ein "Ratsinformationssystem", das er nach den Kommunalwahlen 2014 in seiner Gemeinde einführen möchte. In diesem stünden dann alle Sitzungstermine sowie die öffentlichen Dokumente wie Einladungen, Niederschriften, beispielsweise als PDF-Formate, den verschiedenen Gremien zur Verfügung.
Das würde zum einen für die Verwaltung Arbeitserleichterung bedeuten, zudem werde dadurch der Informationsaustausch verbessert.

Der Marktrodacher Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) ließ sich ein Messeangebot für ein kommunales Verkehrsüberwachungsgerät erstellen. Zudem war er von den Feuerwehrfahrzeugen beeindruckt.

Für seinen Ludwigsstädter Kollegen Timo Ehrhardt (SPD) ging es darum, sich weitere Anregungen zur Energieeinsparungen an der Schule, Steigerung der Attraktivität des Schwimmbads zu holen. Er trägt sich mit dem Gedanken, ein Blockheizkraftwerk zu errichten, um die Schule zu beheizen, die Wassertemperaturen am Freibad zu steigern und weitere Synergien zu schaffen. "Das könnte ein Thema in der Novembersitzung werden!"

Partner streffen sich

Der Steinwiesener Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) freute sich auf einen Informationsaustausch und darauf, Gleichgesinnte zu treffen. Für den Mitwitzer Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) und seinem Kollegen aus Schneckenlohe, Knut Morthenroth, (SPD) war es wichtig, sich Anregungen zu holen. "Vielleicht brauche wir was, wovon wir noch nichts wissen!" Für Landrat Oswald Marr ist die Kommunale eine Messe, bei der alle Partner im kommunalen Bereich zusammentreffen. Er sprach von einer Vielfalt von Informationen, die jeder Interessierte sich auf kurzen Wegen holen könne.

Über 5000 Quadratmeter

Und in der Tat, gezeigt wurde vieles auf der über 5000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche, beispielsweise Neuigkeiten im IT-Bereich, Rettungsfahrzeuge, Werkzeuge, Gerätschaften, Motorgeräte für Bauhof, Infos zu Versicherungen und Finanzierungsmöglichkeiten, über Grünpflege, Städtereinigung, Umwelt und Mitarbeiterschutz etc.

In der Begrüßung forderte der Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl, von der neuen Bayerischen Staatsregierung, ihr Augenmerk stärker als bisher auf die Infrastruktur in den ländlichen Räumen zu richten. Neben dem Ausbau von Straßen und Schienenwegen müssten auch die ärztliche Versorgung, Pflege und qualifizierte Arbeitsplätze gesichert werden. Die Bürger, so betonte er, müssten gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in ländlichen Gegenden vorfinden wie in den Großstädten und Ballungszentren. Weiterhin sprach er sich für eine angemessene Finanzausstattung, etwa durch eine stärkere Berücksichtigung finanzschwacher Gemeinden beim kommunalen Finanzausgleich aus.

Bei der Messe war auch eine griechische Delegation. Es ging um eine Zusammenarbeit von Kommunen, Regionen und Bürgern. Zudem wollte die Stadt Nürnberg mit ihrem Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) auch Solidarität mit dem griechischen Volk zeigen.