Die Männer hämmern, bohren und sägen an der Zollschere in Neuses. Die Rede ist von den Idealisten des Flößervereins. Sie haben sich an die Schweiß treibende Arbeit an dem 18 Meter langen und 6,50 Meter breiten Wassergefährt aus Fichtenholz gemacht. Nach der Fertigstellung wird das Floß der Neuseser über 20 Tonnen schwer sein.

Fred Blinzler, Edgar Dunst, Herbert Schedel, Josef Schmidt und Karlheinz Ullmann sind an diesem Tag bei der Arbeit anzutreffen. Sie sind gerade mit dem Aufbau der Flößerhütte beschäftigt. Wie Vorsitzender Edgar Dunst erklärt, wurden bisher 21 Fichtenstämme verarbeitet.

Das Holz wurde vom Forstbetrieb Rothenkirchen von den Bayerischen Staatsforsten und deren Betriebsleiter Peter Hagemann mit Unterstützung von Forstdirektor Michael Schneider vom staatlichen Forstamt in Stadtsteinach am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Kulmbach, gespendet. Für diese großzügige Spende sind die Flößer in Neuses sehr dankbar, denn ohne sie wäre ein Floßbau nicht möglich.


Saison beginnt am 7. Mai

Um die Tradition der Floßfahrten zwischen dem Landesgartenschaugelände in Kronach und dem Anlegeplatz an der Zollschere in Neuses aufrechtzuerhalten, wird dieses Floß als Aufbau eine Flößerhütte und mehrere Biertischgarnituren zum geselligen Aufenthalt während der Fahrt erhalten. Die Floßfahrten sind sehr beliebt. Etwa 2000 bis 2500 Gäste werden in dieser Saison wieder erwartet. Die erfahrenen Flößer werden sie auf dem Wassergefährt über die idyllisch ins Landschaftsbild eingebettete Rodach fahren.

Am Donnerstag, 7. Mai, ist Saisonbeginn. Dann wird jeden Donnerstag um 19 Uhr eine Floßfahrt für Jedermann angeboten. Abfahrt ist immer an der Anlegestelle Zollschere in Neuses. Bis Anfang Oktober kann man eine solche Floßfahrt genießen. Diese Floßfahrten haben natürlich nichts mit der Schweiß treibenden Arbeit der Flößervorfahren zu tun. Über deren schweren Broterwerb wird man aber ausführlich bei der Floßfahrt durch die Mitglieder des Flößervereins informiert.