Stadtplaner Daniel Gerber sprach von einer "guten Sache". Denn dieses Gebäude stand schon einige Zeit leer, ohne Nutzung. Dabei handelt es sich um ein Einzelbaudenkmal aus den Baujahren 1820-1830. Es gehörte einst zum Ensemble der Brauerei "Goldener Hirsch".

Die jetzigen Besitzer haben ihr Vorhaben bereits mit dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege - auch im Hinblick auf den Aufbau von Dachgauben - abgestimmt. Daniel Gerber empfahl deshalb eine Zustimmung zu dieser Baumaßnahme, die aus städtebaulicher Sicht höchst erfreulich sei.

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein begrüßte die Initiative der Familie Lieb als neue Besitzer. Für den Umbau und Instandsetzung wünschte er eine baldige Umsetzung. Das Gebäude werde sicher zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen, sagte er.


Schule wird zum Kindergarten

Auch dem Antrag der katholischen Kirchenstiftung Gehülz auf Nutzungsänderung der Grundschule Gehülz für Kindergarten und Kinderkrippe mit zeitlicher Begrenzung von zwei Jahren wurde das Einvernehmen einstimmig erteilt. Der Kindergarten Gehülz wird saniert und für diese Bauzeit dient die Schule als Ausweichmöglichkeit.

Wolfgang Hümmer (CSU) fragte nach, was aus der Schule nach diesen zwei Jahren wird, schließlich habe die Stadt viel Geld in das Gebäude investiert. Der Bürgermeister sagte, dass man sich in der Stadtverwaltung darüber auch Gedanken mache, aber zurzeit sei das noch offen.

Hans Simon (SPD) sprach von einem Glücksfall, dass die Schule derzeit leer sei. Allerdings wäre es ihm auch lieber, wenn diese Nutzung von Dauer sein könnte, aber wenn der Kindergarten saniert werde, wolle die katholische Kirche in auch wieder nutzen, darauf habe der Stadtrat leider keinen Einfluss.

Winfried Lebok (CSU) fragte, welches Gebäude für eine Nachnutzung besser geeignet wäre, der Kindergarten mache auf ihn eher den Eindruck eines Wohngebäudes. "Das entscheidet alleine die katholische Kirchenstiftung, denn sie ist Besitzer des Kindergartens", erklärte der Bürgermeister.

Abermals zeigte das Gremium seine Ablehnung gegenüber großflächigen Werbeanlagen im Stadtgebiet. Dem Antrag auf Errichtung von zwei freistehenden Werbeanlagen in Ruppen wurde einstimmig eine Absage erteilt.