Die gute Nachricht vorne weg: Die Firma Woco schafft an ihrem Standort in der Kronacher Industriestraße neue Arbeitsplätze. Mit dem feierlichen Spatenstich auf dem ehemaligen Edeka-Parkplatz wurde der Grundstein für eine neue Kunststoffspritzguss-Halle gelegt. Auf insgesamt 4700 Quadratmetern werde die Firma künftig an der Umsetzung neuer Aufträge arbeiten und vorhandene Strukturen und Prozesse optimieren und vernetzen, betonte der kaufmännische Werkleiter Stefan Engel.

Er lobte den 9,5 Millionen Euro teuren Bau als "einmalige Ergänzung" und bezifferte die Bestückung durch die nötigen Maschinen noch einmal auf den etwa gleichen Betrag. Engel: "Wir werden vor allem auch an Mitarbeitern wachsen und uns in allen Bereichen verstärken."

Auch CEO Jürgen Kracht war sich sicher, dass Woco die richtige Investition getätigt habe. Und er sprach von Vertrauen - und davon, dass Vertrauen die Basis von allem sei. In diesem Zuge nannte er das Vertrauen zum Unternehmen und seinen Gesellschaftern, zu den Kunden, zu den Mitarbeitern und vor allem in die Zukunft. Und er ermunterte mit den Worten: "Zusammen stemmen wir das!"

Zu stemmen sei gerade auch die Verlagerung von Ost- nach Westeuropa, die ebenfalls nur durch das Bündeln der Kräfte erfolgreich sein werde. Und Kracht weiter: "Jeder kann sich eine Maschine kaufen und in den Garten stellen. Aber eine Maschine allein ist nichts ohne den Menschen." Im Anschluss beschrieb er mit kurzen Worten neue Antriebstechnologien und versicherte: "Wir sind stark in den Bereichen Materialien, Prozesse, Akustik und Thermomanagement. Und wir haben die richtigen Antworten auf komplett neue Produkte."

In kurzen Erinnerungen an den ehemaligen "Stockardt", der an dieser Stelle gestanden habe, schwelgte Dipl. Ing. Jens Schick. Und er meinte, Woco habe seine Erweiterungswünsche trotz mancher Unwägbarkeiten optimal umsetzen können. "In etwa einem Jahr wird hier eine herrliche neue Fertigungshalle stehen.

" Eine gewohnt emotionale Rede hielt Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner. Für seine Worte: "Das wichtigste Kapital in Bayern sind zuverlässige Mitarbeiter", erntete spontanen Beifall. Genauso wichtig wie die Mitarbeiter seien aber auch die Arbeitsplätze. "Wir wollen unsere Region nicht nur auf diesem Niveau halten, sondern weiterentwickeln." In diesem Zusammenhang warnte er: "Jeder Arbeitsplatz, der die Region einmal verlassen hat, kommt nie mehr wieder zurück." Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann ging auf die geplante Umgehung der Industriestraße ein und war nicht die einzige, die sich freute, dass die so nicht zustande gekommen war. "Nur so wurde der Weg frei für die neue Halle. Die Stadt Kronach hat dazu ihren Beitrag geleistet. Dadurch wird der Wirtschaftsraum Kronach gestärkt und die Menschen können hier ihren Lebensmittelpunkt erhalten."