Der Zweckverband Berufsfachschule für Musik und Sing- und Musikschulwerk Oberfranken verabschiedete am Dienstag seinen Haushalt. Der stellvertretende verbandsvorsitzende Günther Denzler zeigte sich beeindruckt von der Vielseitigkeit und den vielfältigen Aktivitäten der Schüler der beiden in Kronach ansässigen Schulen.
Ihm sei bewusst, dass man eine Lösung für eine Erweiterung der Räumlichkeiten finden müsse. Das Konstrukt von Berufsfachschule für Musik Oberfranken und der Sing- und Musikschule des Landkreises Kronach sei einzigartig in Bayern, hob Denzler hervor.

Die Berufsfachschule für Musik Oberfranken wurde 1979 vom Landkreis Kronach gegründet. Dafür wurde die ehemalige Kreisbibliothek umgebaut.
1982 übernahm die Trägerschaft ein Zweckverband, an dem sich der Landkreis Kronach und der Bezirk Oberfranken gleichermaßen beteiligen.

Der Schule angegliedert sind das Sing- und Musikschulwerk Oberfranken mit einer Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen und Kursen sowie die Sing- und Musikschule im Landkreis Kronach. Die Schulen haben ihren Standort im Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule in der Kulmbacher Straße in Kronach, erörterte Denzler der Versammlung, der mehrere Bezirksräte angehören.

Schulleiter Andreas Wolf informierte, dass derzeit 58 Schüler an der Berufsfachschule für Musik ausgebildet werden. Sie bekommen in zwei Jahren eine grundlegende und breitgefächerte musikalische Ausbildung vermittelt, die unter anderem als Basis für folgende Berufsfelder und Studiengänge dient: Fachlehrer für Musik und Kommunikationstechnik. Absolventen der Berufsfachschule für Musik haben die Möglichkeit, nach einem zusätzlichen dritten Schuljahr eine pädagogische Zusatzprüfung abzulegen, die zur Unterrichtserteilung in der Unter- und Mittelstufe von Sing- und Musikschulen berechtigt.

Der Berufsfachschule für Musik Oberfranken ist die Sing- und Musikschule des Landkreises Kronach mit derzeit 440 Schülern angeschlossen. Insgesamt sind circa 40 Dozenten an der Schule, die an verschiedenen Instrumenten sowie in Gesang ausbilden.


Immer im Einsatz

Hervorzuheben sei besonders der Einsatz an Wochenenden. Es vergehe kaum ein Wochenende, an dem nicht Schüler der beiden Schulen ein Konzert gäben oder an Konzerten beteiligt seien. Oft seien Schulleitung und Fachlehrkräfte auch für die Organisation zuständig.

Wolf hob auch mit Freude hervor, dass ehemalige Schülerinnen und Schüler nach ihrem Studium auch wieder in die Region zurückkehren und nannte einige Beispiele, wie den Dirigenten des Musikvereins Weißenbrunn, Marco Plitzner; die Dirigentin des Schüler- und Jugendorchesters der Musikschule Küps, Anja Ringlstetter; Musiklehrer für Klavier, Querflöte und Gesang, Sascha Reimann, der Leiter der Cädilia 1858 Kronach und Leiter des gemischten Chores des Gesangvereins "Liederkranz" ist. Weitere Beispiele sind Nadine Wegner, Dirigentin beim Musikverein Johannisthal und Leiterin der Jugendkapelle beim Musikverein Johannisthal; Sabine Hempfling, Dirigentin des Kronacher Volkschors sowie Julia Bauer und Michael Bauer die beim Projekt "klasse.im.puls" des bayerischen Kultusministeriums am Schulzentrum eine Bandklasse unterrichten.

Aber auch Schüler der Sing- und Musikschule wirken vielfältig an Veranstaltungen im Landkreis Kronach mit. An den Konzerten und in den Orchestern und Chören der Gymnasien wirken mindestens 50 Prozent der Akteure mit, die aus der Sing- und Musikschule kommen, informierte Schulleiter Wolf. Er verwies darauf, dass man auf diese Leistungen mit Stolz blicken könne. Beide Schulen seien eine Bereicherung für das kulturelle Leben in Stadt und Landkreis Kronach.

Der Haushalt des Zweckverbandes Berufsfachschule für Musik und Sing- und Musikschulwerk Oberfranken wurde einstimmig angenommen. Er weist ein Gesamtvolumen von knapp 2,08 Millionen Euro aus. Der Landkreis Kronach und der Bezirk Oberfranken übernehmen je zur Hälfte die ungedeckten Kosten über eine Umlage.
Heuer fallen je 604 000 Euro Betriebskostenumlage für den Landkreis Kronach und den Bezirk Oberfranken an. Für die Außenstellen der Sing- und Musikschule trägt ausschließlich der Landkreis Kronach die Kosten. Bezirksrat Stefan Frühbeißer aus Pegnitz gab den Rechnungsprüfungsbericht für das Haushaltsjahr 2014, Entlastung wurde erteilt.