Übers Wochenende 1000 Gruppenmitglieder - die beiden Mütter Tanja Jakob und Astrid Vetter, die via Facebook die überfüllten Schülerzüge von Ludwigsstadt nach Kronach und zurück beklagten, haben damit einiges ins Rollen gebracht. Schon gestern haben sich sämtliche Politiker eingeschaltet, Fernsehsender und andere überregionale Medien haben Interesse an einer Berichterstattung bekundet.

Heute Morgen ist auch Landrat Oswald tätig geworden. "Die Probleme, die auftreten, sind so nicht hinnehmbar", weiß er. Die Situation müsse verbessert werden, deshalb unternehme der Landkreis Kronach alles, damit der Schülerverkehr in geordneten Bahnen verläuft.

Für den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr - auch Schülerverkehr - sei der Freistaat Bayern zuständig und dieser habe die Aufgabe der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) übertragen. "Die BEG stellt das Zugmaterial und finanziert die Züge. Der Landkreis Kronach kauft Fahrkarten für die Schülerinnen und Schüler und muss sich darauf verlassen, dass die BEG gemeinsam mit dem Verkehrsträger Deutsche Bahn das nötige Zugmaterial bereitstellt", erklärt der Landrat.
Da dies im Moment offensichtlich nicht der Fall ist, findet am kommenden Mittwoch im Landratsamt ein Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter der BEG statt. Im Anschluss daran wird es eine Pressekonferenz zu den Einzelheiten geben.