Der Beckenkopf des 1994 sanierten Sportbeckens im Crana-Mare-Freibad ist gerissen, wie Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) erklärte. In den vergangenen sieben Jahren wurde er stückweise abgetragen. Die Armierungen wurden ausgebessert, der Beckenkopf neu aufgebaut und gefliest. Aktuell müssen noch zehn Meter an der Längsseite zum Hallenbad und 40 Meter an der Längsseite zum Sprungturm gefliest werden. In den vergangenen Jahren wurden aus Kostengründen nicht mehr als maximal 25 Meter am Stück saniert.

Das Fliesenmaterial für die zehn Meter ist bereits vorhanden. Für die fehlenden 40 Meter müsste es noch angeschafft werden. "Der geschätzte Gesamtbetrag für die verbleibenden 50 Meter beläuft sich, inklusive Einbau, auf etwa 120.000 Euro", informierte Kämmerer Wolfgang Günther. Von der Werkleitung wurde empfohlen, jeweils etwa 25 Meter in den Jahren 2016 und 2017 zu sanieren. Hierfür müsste Fliesenmaterial für circa 25 Meter bestellt werden.


Bestellung eilt

Weil es sich um eine Sonderanfertigung handelt, muss die Bestellung schnellstmöglich vorgenommen werden, damit die Lieferung zum Beginn der Arbeiten (Mitte/Ende März) gewährleistet ist. Daher wurde die Stadtwerke-Leitung durch den Werkausschuss ermächtigt, Fliesenmaterial zu einem Preis von etwa 15.000 Euro zu bestellen. Der Ausschuss wurde weiter in Kenntnis gesetzt, dass ein Hochdruckreiniger mit Zustimmung der Werkleitung wegen der Dringlichkeit bereits angeschafft wurde. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 3400 Euro.
"Die Zahl der gehbehinderten Gäste nimmt im Schwimmbad zu; es kommen vermehrt Gruppen und Einzelpersonen der Lebenshilfe Kronach und der ,offenen Hilfen‘", informierte die Zweite Bürgermeisterin. Um diesen Personen unkompliziert und ohne großes Aufsehen ins Wasser zu helfen sowie die Verwendung des mittlerweile 22 Jahre alten Behinderten-Liftes zu vermeiden, hat sich das Badpersonal kurzerhand bereit erklärt, gehbehinderte Gäste auf Wunsch mit einem Rollstuhl direkt in die Becken zu fahren.

Die Verkehrssicherheit des aktuellen Rollstuhls ist nun gefährdet, da keine Ersatzteile mehr erhältlich sind. Außerdem besteht keine Zulassung für den Einsatz im Schwimmbecken. Daher ist eine Ersatzbeschaffung unumgänglich. Einstimmig wurde die Werkleitung ermächtigt, einen Behinderten-Rollstuhl anzuschaffen, der für den Einsatz im Schwimmbad beziehungsweise Schwimmbecken zugelassen ist. Dieser kann zum Preis von 2029 Euro bestellt werden.


Auf dem richtigen Weg

Marina Schmitt (SPD) fand es begrüßenswert, dass sich die Werkleitung und die Stadt um Menschen mit Behinderung auch im Schwimmbad fürsorglich kümmern. Beim Rollstuhl handele es sich um eine zukunftsweisende Investition. Man solle 2016 weitere Planungen für Verbesserungen vornehmen, die Menschen mit Behinderung helfen. Bernd Liebhardt (CSU) stellte klar, dass die Stadt und die Stadtwerke seit Jahren in barrierefreie Maßnahmen für Menschen mit Behinderung investiert hätten. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, als wäre der Rollstuhl im Crana Mare die erste Maßnahme für Menschen mit Handicap.

Auch der Anschaffung einer Schneefräse für 1345 Euro für den Winterdienst am Crana Mare wurde ohne Gegenstimme zugestimmt. Der Winterdienst am Crana Mare wird zu 90 Prozent vom Badpersonal selbst durchgeführt. Diese Tätigkeiten werden vom Personal zusätzlich zum täglichen Aufgabenfeld ausgeführt. Die Neuanschaffung einer Schneefräse bedeutet daher eine große Zeitersparnis und soll der Verkehrssicherheit dienen.
Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Schneefräse von der Abteilung Wasserversorgung zum Freiräumen der Zugänge der Tiefbrunnen, Trinkwasseranlage und Hochbehälter genutzt werden kann.