Kindergarten im Corona-Hotspot Kronach"Lieber Gott, ich wünsche mir so sehr, dass Corona weggeht" - solche Aussagen höre das Team der Katholischen integrativen Kindertagesstätte Kreuzberg aktuell öfter von seinen Kindern. Weil der Landkreis aktuell der größte Corona-Hotspot Bayerns (Stand: 23.04.2021) ist, ist auch hier der Kindergartenbetrieb aktuell eingeschränkt. Nur die Notfallbetreuung ist aktuell geöffnet. Von ursprünglich 64 Kindern seien jetzt täglich nur zwischen 20 und 26 Kinder anwesend, erklärt Leiterin Maria Bassing. "Wir vermissen die Kinder schon sehr - gerade die, die länger nicht da waren."

Für die Kinder, die zu Hause bleiben müssen, tue es Bassing leid: "Für die, die daheim sind, finde ich es ganz schlimm. Viele Kinder haben wir seit Wochen nicht mehr gesehen." Man versuche trotzdem Kontakt zu halten, per Telefon mit den Eltern oder bei einem kurzen Besuch vor der Haustür, um kleine Überraschungen wie Geschichten oder etwas zum Basteln abzugeben. Aber auch die Kinder in der Notfallbetreuung haben es aktuell nicht leicht: "Der ein oder andere vermisst seine Freunde schon sehr", erzählt die Kindergartenleiterin. Die Kinder beteten dafür, dass Corona weggeht, und auch Sätze wie "Ach, das doofe Corona", höre Bassing öfter.

Kita Kreuzberg in Kronach: "Das hat ein bisschen in der Nase gekitzelt"

Insgesamt sei die Lage in den Familien nach ihrer Einschätzung trotzdem relativ entspannt: "Ich muss sagen, ich habe mir das schlimmer vorgestellt", erklärt Bassing. "Die meisten Eltern haben sich mittlerweile ein Umfeld geschaffen, in dem sie sich gut organisieren können." Die meisten Arbeitgeber hätten sich gut auf die Situation eingestellt, "und die Eltern sind auch einfach sehr verständnisvoll. Die machen wirklich alles möglich", erzählt die Leiterin. Und auch die Kinder vor Ort seien trotz allem insgesamt recht gut gelaunt: "Die Kinder, die wir hier haben, kommen recht gut damit klar. Dadurch, dass die Gruppen kleiner sind, haben sie hier auch einfach mehr Platz zum Spielen."

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Durch die kleineren Gruppen seien auch die Erkältungskrankheiten in diesem Jahr stark zurückgegangen. "Normalerweise haben wir von Herbst bis jetzt immer irgendwelche Erkältungen im Kindergarten - aber das war dieses Jahr sehr reduziert." Auch, weil die Kinder nur gesund in den Kindergarten kommen dürften. Regelmäßige Corona-Tests könne man im Kindergarten nicht durchführen. Wenn nötig, fänden diese außerhalb statt. Ein dreijähriges Mädchen erzählte nach einem Corona-Test im Kindergarten: "Das hat ein bisschen in der Nase gekitzelt."

Die Inzidenz im Landkreis Kronach beträgt laut RKI (Robert Koch-Institut) am Mittwoch (23. April 2021) 346,1. Weil die Inzidenz im Landkreis Kronach weiterhin so hoch ist, darf auch in der nächsten Woche weiterhin nur die Notbetreuung in den Kindergärten stattfinden. Alle Infos zur aktuellen Corona-Situation im Landkreis Kronach gibt es im Ticker.

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