Auch in diesem Jahr vertrat das Jugendrotkreuz (JRK) Steinwiesen mit ihrer Leiterin Katharina Wunder und der Betreuerin Ramona Smettane den Kreisverband Kronach (KV) beim Bezirkswettbewerb, der in Weidenbach (KV Ansbach) stattgefunden hat. 33 Gruppen aus den BRK-Kreisverbänden mit etwa 330 motivierten Jugendlichen und Kindern waren angetreten, um sich in Weidenbach im Kreisverband Ansbach für den Landeswettbewerb zu qualifizieren.

Etwas enttäuscht waren sie schon, dass sie sich auch diesmal nicht für den Landeswettbewerb qualifizieren konnten. Die "glaan Rettungs(b)engela" starteten in diesem Jahr erstmalig in der Stufe II und diese Hürde musste erst einmal genommen werden. "Unsere Jugendlichen waren in der Stufe II die Jüngsten - da war es schon schwer, gegen die älteren, erfahrenen Jugendrotkreuzler zu bestehen", meinte Katharina Wunder.


Zweitbeste in der Praxis

Aber dass die Mädchen was draufhaben, das zeigten sie besonders in der Ersten Hilfe (EH). Und in der EH-Praxis kamen sie als Zweitbeste auf 91 von 100 Punkten. Am Ende reichte es leider nur für Platz sieben beim Wettbewerb und Platz vier in der Spielwertung. In der Stufe III traten wiederum die "Rettungs(b)engela" vom JRK Steinwiesen an und konnten sich den fünften Platz im Wettbewerb und den dritten in der Spielwertung sichern.

In Weidenbach hatte sich die Bereitschaft viel einfallen lassen. Neben den alljährlichen Kreativaufgaben, musischen Bereichen, Rotkreuz-Wissen, Wissen erleben und der EH-Theorie war die EH-Praxis diesmal eine echte Herausforderung. Die Prüfung der praktischen Fähigkeiten erfolgte in lebensechten Situationen. Unfallszenarien mit Motorradfahrer und Fahrradfahrer sowie Unfälle durch Herabstürzen vom Scheunenboden waren an "Originalschauplätzen" aufgebaut.


Brüche, Schocks und Frakturen

Für die Stufe II galt es, die Opfer vom Zusammenstoß von Motorrad- und Fahrradfahren zu versorgen, wobei ein offener Unterarmbruch, Schock und Bewusstlosigkeit behandelt werden mussten. Die Stufe III erwartete ein stumpfes Bauchtrauma, Schock, offene Unterarmfraktur sowie Bewusstlosigkeit. Alles in allem sehr anspruchsvolle Aufgaben, die hier zu bewältigen waren. Doch der eigentliche Clou war, dass auf dem Weg zur nächsten Station plötzlich eine Frau aus einem Hofeingang gestürmt kam, die Hilfe bei einem eingestürzten Gerüst mit Verletzten brauchte.

"Unsere Mädels waren hier im vermutlichen Notfall noch besser als bei der eigentlichen EH-Praxis. Ich war richtig stolz auf sie", sagt JRK-Leiterin Wunder. Dass sich bei dieser unerwarteten Situation auch die großen "Rettungs(b)engela" gut geschlagen haben, versteht sich von selbst. "Wir sind eine praktische Truppe, beim Helfen sind wir ein eingespieltes Team", meinte auch Betreuerin Ramona Smettane lachend und hatte ihre Mädels gut im Griff.