Wenn die Lackschuhe glänzen, die Konzertkleidung sitzt und die Instrumente gestimmt sind, dann ist es wieder einmal Zeit für ein Konzertereignis erster Klasse. Auch an diesem Wochenende war das Symphoniekonzert der Hofer Symphoniker im Kronacher Kreiskulturring gut besucht. Begeisterung, Applaus und Zugabe fielen groß aus und Dirigent Johannes Wildner war an der Premiere am Freitag sichtlich von den Reaktionen des Publikums auf das knapp zweistündige Konzertereignis ergriffen. Die Hofer Symphoniker erwiesen in den neuen eleganten Räumlichkeiten des Kreiskulturraums Brillanz und beeindruckten ihr Publikum mit musikalischer Qualität und Werkauswahl.

"Heute ist der Geburtstag von Mozart", so Dirigent Wildner am Freitagabend und begründete anhand dessen seine Musikauswahl des Konzertes. Zuerst ergriff "Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart" von Max Reger das Publikum in emotionaler Art und Weise. Die Gäste schlossen die Augen oder schauten verträumt in die Höhe, ließen die klassische Musik auf sich wirken und genossen den prächtigen Start ins neue Jahr. Teilweise wirkten die wunderschönen, sanften und leichthändig gespielten Melodien wie Seelenstreichler auf die zarten Gemüter der Musikfreunde. Ein "Konzert für Flöte und Orchester" von Wolfgang Amadeus Mozart bildete zusammen mit Solistin Daniela Koch den Höhepunkt des Symphoniekonzertes. Im langen, roten Abendkleid verzauberte diese mit ihrer Flöte die Zuschauer und legte dabei ein beeindruckendes Solospiel ab. Der Kontrast zwischen sinnlicher Flötenmelodie und dem kraftvollen Orchester im Hintergrund packte die Zuschauer. Hervorragende Spielweise und künstlerische Finesse kamen beim Publikum so gut an, dass eine Zugabe von Daniela Koch noch während des Konzertes erfolgte.


Gemächlich und stürmisch

Die "Symphonie Nr. 1" von Gustav Mahler bildete einen imposanten und vielfältigen Konzertschluss. Bei gemächlichen über kräftigt bewegten, feierlichen bis zu stürmischen Melodien kam schließlich jeder Konzertbesucher auf seine Kosten. Der Applaus forderte am Ende zwei Zugaben und Dirigent Johannes Wildner zeigte sich mehr als zufrieden: "Wenn Mozart vor 261 Jahren gewusst hätte, was wir für eine Geburtstagsfeier für ihn in Kronach machen."