Umarmungen, Händeschütteln, auch die oder andere Träne der Wehmut; vor allem aber viele herzliche Worte des Dankes und der Wertschätzung: Obwohl ihr alle den Ruhestand von ganzem Herzen gönnen, lässt man sie doch nur ungern ziehen: Die Rede ist von der Erzieherin Renate Hofmann, die von Anfang an der katholischen Kita St. Laurentius Neufang angehörte.

Über einen Zeitraum von fast 39 Jahren hatte die "Frau der ersten Stunde" das Bild der Einrichtung entscheidend mitgeprägt und dabei nicht nur unzählige Male mit den Kindern gemalt, gebastelt und gespielt, jede Menge Rotznasen geputzt sowie Schuhe gebunden, sondern vor allem einen wesentlichen Beitrag für deren Erziehung und die Vermittlung christlicher Werte geleistet. An ihrem letzten Tag inmitten der Kinderschar bereiteten ihr nun ihre Kolleginnen, Eltern, Vertreter der Kirche und der Dorfgemeinschaft sowie natürlich die Jungen und Mädchen selbst einen zu Herzen gehenden Abschied.


"Herzenswärme prägte Wohlfühlatmosphäre"

"Du warst eine engagierte, belastbare, flexible Kraft mit sehr guten pädagogischen Qualifikationen in allen pädagogischen Bereichen", würdigte Kita-Leiterin Gertrud Schubert ihre Mitarbeiterin, mit der sie seit Bestehen der Kita eng und vertrauensvoll zusammenarbeitete. Hofmanns Beliebtheit resultiere insbesondere auch aus ihrem liebevollen, partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern. "Deine Herzenswärme prägte eine Wohlfühlatmosphäre in unserer Einrichtung. Gemeinsam haben wir in den letzten fast 39 Jahren getanzt, gelacht, geweint, auf Augenhöhe gestritten, uns versöhnt und viele gemeinsame Sternstunden im Team und mit den Kindern erlebt", freute sich Schubert. Kraft im Alltag habe ihnen dabei vor allem das gemeinsame Lachen gegeben. Dieses habe oft über so manche stressige Situation hinweggeholfen.

"Seit fast 40 Jahren ist unser Kindergarten eine segensreiche Einrichtung für unser Dorf und du warst von Anfang an dabei", würdigte auch der Vorsitzende des Kindergarten-Fördervereins, Rudi Gareis, Hofmanns Einsatz. Sie habe entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Kita weit über die Grenzen Neufangs hinaus einen guten Namen erarbeitet habe. Die Jüngsten seien von Anfang an gern in ihre Gruppe gegangen; habe sie sich ihnen doch - seit Einrichtung der Krippe - mit Leib und Seele verschrieben. Aber nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern sei sie außerordentlich beliebt. "Es wird eine Lücke entstehen, die sich nicht so ohne Weiteres schließen lässt. Deine fast 40-jährige Erfahrung wird sicherlich Spuren hinterlassen", zeigte er sich sicher. Viele Ideen, die Hofmann in den Kindergarten eingebracht habe, seien zur bleibenden Selbstverständlichkeit geworden.


Viele Laudatoren

Auch Pfarrer Richard Reis sowie Kirchenpfleger Thomas Reißig dankten seitens der Pfarrgemeinde beziehungsweise der Kirchenverwaltung St. Laurentius - als Trägerin der Einrichtung - der Erzieherin. Ihren Lobesworten schloss sich Thomas Pyka, Geschäftsführer der katholischen Kindertagesstätten im Dekanat Kronach, ebenso an wie Dorfgemeinschafts-Vorsitzender Eugen Bätz sowie Vertreterinnen des Elternbeirats.
Mit stimmungsvollen Abschiedsliedern und auch Tänzen wünschten die Kinder der Erzieherin alles Gute für ihren Ruhestand. Abschließend bildeten Mamas vor der Kita ein Spalier mit gespannten Stoffbändern, durch die sich Hofmann ihren Weg freischneiden musste.