Die Theatergruppe St. Wolfgang lädt zum ländlichen Lustspiel "Die drei Eisbären" ein. Dieser Klassiker, der schon in den 1960er-Jahren große Erfolge im Fernsehen mit dem "Komödienstadl" feierte, passt haargenau zu den schauspielerischen Charakteren der Stockheimer Theatergruppe. Alle Texte wurden auf die lokale Mundart umgeschrieben.

Auf dem abgelegenen Hof in Traindorf hausen die Brüder Peter, Pauli und Juliander. Die drei eingefleischten Junggesellen sind überall als "Die drei Eisbären" bekannt. Außer der alten, schon kranken Hauserin Vroni wird keine Frau am Hof geduldet.

Derbe Kerle mit weichem Kern

Jedoch wird der monotone Alltag des Brudertrios jäh gestört, als sie eines Abends einen Säugling vor ihrer Tür finden. Die Mutter bittet in einem beigelegten Brief dringend, das Kind aufzunehmen. Das stellt die drei Brüder vor Probleme. Schnell aber entdecken die sonst so derben Kerle ihren weichen Kern.

Sie versuchen alles zu tun, was dem Kind Wohlbefinden bringen könnte, wenn auch mit außergewöhnlichen Mitteln. Es wird gewickelt und gekocht, gesungen und getanzt. Trotzdem aber stellen sich schnell Komplikationen ein.

Die drei Junggesellen holen sich als Ziehmutter die junge Leni auf den Hof. Und das hübsche Mädchen bringt ganz schön Verwirrung in die Köpfe der drei hartgesottenen Junggesellen, alle vorher irgendwann gefassten Grundsätze werden abgelegt und sind vergessen.

Die Zuschauer können sich auf zwei amüsante, unterhaltsame Theaterstunden freuen. Die Theatergruppe St. Wolfgang ist Ende der 1980er-Jahre aus einer Jugendgruppe entstanden, die immer an Seniorennachmittagen spielte oder an Weihnachten in der Kirche das Krippenspiel aufführte. Seit 1998 spielt die Theatergruppe regelmäßig Theaterstücke in drei Akten.

Von Anfang an dabei

Von Anfang an sind Elfriede Stey, Alexander und Andreas Ludwig und Ilka Feuerpfeil dabei. Alle Kulissen, Requisiten und das Bühnenbild werden von den Akteuren selbst gefertigt und gestellt, wofür hauptsächlich Michael Hohenadel und Ludwig Brauer zuständig sind. Auch Regie wird eigenständig geführt.

Zum ersten Mal übernehmen dieses Jahr Sandra Zapf und Petra Fiedler die Maske. Souffleuse ist Sandra Brauer, die auch beim Bühnenbild mit Hand anlegt. Der Erlös der Aufführungen kommt einem guten Zweck zugute.

Die Aufführungen im katholischen Pfarrheim St. Wolfgang beginnen jeweils um 19.30 Uhr am Freitag, 10. April, am Samstag, 11. April, Sonntag, 12. April, Freitag, 17. April, Samstag, 18. April, Sonntag, 19. April und Samstag, 25. April. Kartenvorverkauf, Telefon 09265/1229 oder 913838 oder über E-Mail: alex-1974-dance@gmx.de.

ichael Hohenadel (als Peter Lungmus), Alexander Ludwig (Pauli Lungmus), Roy Fischer (Juliander Lungmus), Elfriede Stey (Vroni), Ilka Feuerpfeil (Leni), Andreas Ludwig (Dräiser), Elke Neder (Agnes aus Gifting)