Die Teilerneuerung der Haßlachbrücke Wolfersdorf kommt teurer als gedacht. Bei der Gemeinderatsitzung vom Montagabend stimmte das Gremium der neuen Planung zu.

"Der Teufel steckt manchmal im Detail", bedauerte Bürgermeister Rainer Detsch (FWG) und sprach damit die erhöhten Baukosten für die Sanierung beziehungsweise Teilerneuerung der "Haßlachbrücke Wolfersdorf" an. Während man ursprünglich von Baukosten von circa 149 000 Euro ausgegangen war, zeigte sich in der weiteren Planung, dass die Teilerneuerung mit erheblich höheren Kosten verbunden sein wird.

Thomas Kleylein von der Firma HTS-Plan GmbH erläuterte die Maßnahme. Mittlerweile habe sich ergeben, dass auch die Widerlager durch Bohrpfähle zu verstärken seien und der Mittelpfeiler abgerissen werden müsse.
"In Auftrag gegebene Gutachten zum Boden und der Statik haben ergeben, dass die Bodenpressungen für die Belastung des Mittelpfeilers nicht ausreichen. Dadurch sind wir zu Umplanungen gezwungen, die fast einem Neubau entsprechen", berichtete Kleylein. Für die Baumaßnahme soll eine Behelfsbrücke gebaut werden sowie ein Schotterweg entstehen, um die fußläufige und sowie Fahrrad-Verbindung zu gewährleisten. Für die Maßnahme müssen circa sechs bis sieben Monate - auch wegen der Trockenfristen - eingeplant werden. Er hoffte, dass im April der Zuwendungsbescheid eintreffe. Dann sollte man gleich mit der Maßnahme beginnen.

Zuschuss über 70 Prozent

"Die Brücke spannt sich gut 20 Meter. Sie ist wartungsfreundlich, für eine Belastung mit 40 Tonnen und damit für den Schwerlastverkehr geeignet", so Kleylein weiter. Die Kostenrechnung beläuft sich nunmehr auf 368 000 Euro, davon sind 360 000 Euro zuwendungsfähig. Zuzüglich Nebenkosten könne von Gesamtkosten von 412 000 Euro ausgegangen werden. Erwartet werde ein Zuschuss von etwa 70 Prozent. Bei einer Förderung von 75 Prozent belaufe sich der Eigenanteil der Gemeinde auf 142 000 Euro. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Schuldenstand reduziert

Geschäftsleiter Rainer Förtsch legte die Jahresrechnung 2012 vor - mit einem Verwaltungshaushalt von gut sieben Millionen Euro sowie einem Vermögenshaushalt von rund 2,5 Millionen Euro, zusammen 9 538 268,82 Euro. "Der Haushalt 2012 ist positiv verlaufen. Wir konnten im Verwaltungshaushalt deutliche Verbesserungen erzielen", freute sich Förtsch, der auf Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer, einer Steigerung des Gemeindeanteils an der Einkommenssteuer sowie auf Ausgabenreduzierungen verwies. Man habe den Schuldenstand zum Jahresbeginn 2012 von 3,5 Millionen Euro bis zum Ende des Jahres auf 3,25 Millionen Euro reduzieren können. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 645 Euro liege man deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Beschlüsse

Das Gremium beschloss grundsätzlich die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs TSF-W für die Feuerwehr Burggrub. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Verfahren in die Wege zu leiten und verschiedene Angebote einzuholen. Das bisherige - 1991 in Dienst gestellte - TSF soll durch die Feuerwehr Haßlach weiter genutzt werden. Mit dem neuen wasserführenden Fahrzeug mit Atemschutz will man den gestiegenen Anforderungen an Brandschutz und Technische Hilfeleistung gerecht werden. Berücksichtigung findet dabei insbesondere die Unterbringung eines Notstromaggregats, eines pneumatischen Lichtmasts beziehungsweise der Anbau einer Anhängerkupplung für den Schlauchanhänger. Man rechnet mit Anschaffungskosten von etwa 140 000 Euro. Der staatliche Zuschuss beträgt 30 500 Euro. Die Feuerwehr Burggrub will die Anschaffung finanziell unterstützen.

Ebenfalls einstimmig wurde die Ersatzbeschaffung eines Bauhoffahrzeugs beschlossen - nach einem Angebot der Firma Auto-Müller von 42 538,56 Euro. Beschafft wird wieder ein Dreiseitenkipper - ein FUSO-Canter, allerdings mit einer größeren Nutzlast. Damit wird das reparaturbedürftige Pritschenfahrzeug, Erstzulassung 2001, ersetzt, das insbesondere vom gemeindlichen Grüntrupp eingesetzt wird. Das Altfahrzeug will man meistbietend veräußern.