Ganz zufrieden mit dem Bewilligungsbescheid der Regierung von Oberfranken für die Festung Rosenberg war Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein nicht. Der auf die Stadt entfallende Kostenanteil für das 11. Mehrjahresprogramm 2016 bis 2018 wäre von den ursprünglich am runden Tisch verabredeten 284 000 Euro auf 575 000 Euro angestiegen, bei Ausfall des 20-prozentigen Anteils aus dem Struktur- und Härtefonds sogar um weitere 451 000 Euro. Das wäre für die Stadt Kronach nicht mehr finanzierbar gewesen.

Der Bürgermeister sprach deshalb mit den zuständigen Mitarbeitern in Bayreuth. Jetzt gibt's einen neuen Bescheid, der für die Stadt Kronach deutlich günstiger ausfallen dürfte. Dies berichtete das Stadtoberhaupt vor dem Stadtrat, der dem Vorgehen zustimmte.
Ein Eigenanteil von - wie bisher - sieben Prozent (knapp 300 000 Euro) wäre von der Stadt zu verkraften, etwa eine Million Euro könnte die Stadt nicht aufbringen, wenn Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm wegfallen, war man der Meinung.


Diese Arbeiten sind geplant

Geplant sind: der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Neuen Zeughaus mit Veranstaltungs- und Seminarräumen; die Fortsetzung der Sanierugnsarbeiten in der Kernburg mit Festungsherberge im Nord- und Ostflügel; die Instandsetzung der inneren und äußeren Burganlage, um damit die Festungsanlage insgesamt in ihrem Erscheinungsbild zu stärken; die Ertüchtigung der Löschwasserversorgung; die Erschließung der Festungsanlage durchgängig barrierefrei bzw barrierearm. Fortgeführt werden sollen die Sanierungsarbeiten auf jeden Fall, ein Baustopp soll verhindert werden, schon allein wegen des Festungsherberge-Betreibers Jufa.

Der braucht einen Versorgungsraum für Getränkelager und Müll im Anschluss an die künftige Küche im Nordflügel. Deshalb wurde bei einem Ortstermin mit der Denkmalpflege verabredet, einen Anbau zwischen Bergfried und der künftigen Küche zu errichten. Einige Räte waren skeptisch, aber nachdem der zuständige Mitarbeiter der Denkmalpflege, der sonst so sehr auf Kleinigkeiten achtet, einverstanden war, war der Stadtrat dies auch. Stadtplaner Daniel Gerber verteidigte den Anbau: "Wir haben auf der Festung sehr viele Räume, aber da ausgerechnet keinen!"