Es ist ruhig geworden bezüglich der Themen Wiederbelebung der Jahns-Bräu Brache, des "Burghotels" Lauenstein und einem möglichen Hotel in der Nähe des Tropenhauses "Klein Eden" in Kleintettau. Ein Grund für uns, nach dem aktuellen Stand zu fragen. Läuft alles nach Plan, soll es nächstes Jahr losgehen mit der Wiederbelebung der Jahns-Bräu Brache. Das waren die Aussagen von zwei der insgesamt elf Investoren der JAB Immobilien GmbH. Wie Wolfgang Feuerpfeil und auch Thomas Luger auf Anfrage erklärten, habe sich am Konzept nichts geändert.
Wie bereits berichtet, sollen aus der Jahns-Bräu Brache eine Gastronomie, eine Brauerei, Verkaufsräume und ein Hotel entstehen. Kostenschätzungen zufolge gehen die Investoren von einer Summe zwischen fünf und sechs Millionen Euro aus. Wolfgang Feuerpfeil erklärte, dass derzeit Voruntersuchungen bezüglich Bodengutachten, Statik, Abrisskosten etc. durchgeführt würden. Auch sollen die Kosten detailliert ermittelt werden. Beauftragt für die Maßnahmen wurden die Sieger des Ideenwettbewerbs. Diese wurden bereits im Frühjahr 2016 prämiert. Es sind Renee Lorenz vom Architekturbüro GmbH (Grub am Forst) sowie Markus Schäf vom Landschaftsarchitekturbüro Stautner und Schäf (München).
Am Konzept, so berichtete Thomas Luger, habe sich nichts geändert. Demnach soll auf dem rund 17 000 Quadratmeter großen Areal ein attraktiver, handwerklicher, kultureller und gastronomischer Ort geschaffen werden. Um auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei attraktive Freiflächen mit Aufenthaltsqualität zu schaffen, sollen Teile der ehemaligen Brauerei entfernt werden. Die bestehend bleibenden Gebäude sollen durch Umbauten und Sanierungen aufgewertet werden. Weiterhin ist zwischen dem Turm und dem einige Meter entfernten Fluss "Loquitz" ein Biergarten geplant, in der Nähe soll auch ein Kinderspielplatz integriert werden.


Stadt sitzt mit im Boot

Bei der Wiederbelebung der Jahns-Bräu Brache sitzt auch die Stadt mit im Boot. Diese wird die Sanierung der Restflächen und -gebäude auf dem Jahns-Bräu-Gelände übernehmen. Und die Stadt kann auf Förderungen aus dem Städtebau- und EFRE-Förderprogramm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) zählen.
"Die Arbeit geht los", so Wolfgang Feuerpfeil. Und Thomas Luger ist zuversichtlich, dass das Projekt bis zum Jahr 2020 zu stemmen ist. Denn, so laut Isabel Strehle (Regierung von Oberfranken) bei der Prämierung des Ideenwettbewerbs im vergangenen Jahr, bis dahin müsse das Projekt "Wiederbelebung Jahns-Bräu Brache" nicht nur realisiert, sondern auch abgerechnet sein, um in den Genuss von EFRE-Förderungen zu kommen.
Während bei der Jahns-Bräu Brache nun Bewegung zur verzeichnen ist, gibt es bei der Wiederbelebung des Burghotels in Lauenstein nichts Neues. Wie vom Pressesprecher aus dem Finanzministerium, Horst Wolf, zu hören war, arbeite die Burg- und Schlösserverwaltung derzeit daran, ein Nutzungskonzept zu erstellen. Bis zum Juli 2017 soll dieses abgeschlossen sein. Zur Erinnerung: Bereits im Dezember 2015 war vom gleichen Pressereferat zu hören, dass bis zum Frühjahr 2016 ein Pachtvertrag abgeschlossen werden soll. Im Juli 2016 hieß es dann, dass die zuletzt geführten Gespräche der Schlösserverwaltung mit zwei ernsthaften Pachtinteressenten nicht erfolgreich gewesen seien. Dann hieß es bei Anfragen immer, es gebe nichts Neues, man sei in Gesprächen. Die Frage, ob denn der Freistaat überhaupt noch ins "Burghotel" investieren will, wurde so kommentiert: "Auf jeden Fall!".