Um zu unterstreichen, dass diese Musiker was ganz besonderes sind, tragen die Egerländer Musikanten als Zusatz das Prädikat "Das Original". Bereits zu Beginn machte der Moderator Edi Graf auf die großen Erfolge von Ernst Mosch und seinen Egerländern, die jetzt von Ernst Hutter geleitet werden, aufmerksam.
"Wer wir sind" stellten die Egerländer Musikanten dann auch gleich bei ihren ersten Stück musikalisch unter Beweis. "Wir sind Kinder von der Eger, unsre Heimat liegt am Egerstrand...". Das erfolgreichste Blasmusikorchester der Welt hatte die Gäste mit den schönsten Evergreens begrüßt. "Weil wir uns so gut verstehen, lassen wir das Feuer weiter brennen. Blasmusik mit Leib und Seele, die hat Ernst Mosch mit den Egerländern gelebt, und das ist auch meine Orientierung", sagte Ernst Hutter, seit über 15 Jahren musikalischer Leiter der "Egerländer Musikanten - Das Original" heute.

Beim "Mondschein an der Eger" ging es durch die einzelnen Register. Zünftig ging es mit "Drei weiße Birken" weiter. Wie bei vielen anderen Songs spielte dabei die Heimat von Ernst Mosch eine große Rolle. Nach dem Tourneemotto "Das Feuer brennt weiter" hatte man dem Walzer "Grüß mit mein Heimatland" neu ins Programm aufgenommen.
Die Polka "Alte Liebe" brachte der Schlagzeuger zum Swingen, wie es sich Ernst Mosch, der 1956 mit Musikern aus seiner Heimat, dem heutigen Tschechien, in Deutschland die "Egerländer Musikanten" gründete, vorgestellt hat. So steht die Geschichte des Ensembles ein Stück weit auch für die Integration, die gerade in unserer Zeit mehr denn je ein wichtiger Bestandteil des Friedens ist. Vielleicht sind die warmen und gefühlvollen Klänge daher mehr als nur ein Vermächtnis. "Dieser Gedanke und die Freude der Zuhörer sind es wert, die Schätze unserer Tradition zu bewahren", sagte der musikalische Leiter.
Auch beim anschließenden "Rekrutenmarsch", einen Edelschmankerl von Ernst Mosch, merkte man, dass dieser wusste, wie man Musik macht. Seine Vision, mit der man nach dem Tode von Ernst Mosch dessen Lebenswerk fortführte, ist aufgegangen: Das "Egerländer-Feuer" ist von den älteren Fans auch auf die junge Generation übergegriffen. Die jungen Wilden ergänzen die alten Hasen, die schon mit Ernst Mosch unterwegs waren.
Ernst Hutter, der schon seit 30 Jahren dabei ist, dirigierte die schönsten Melodien der "Egerländer Perle" in seiner gekonnten Art. Darüber hinaus ist Hutter ein exzellenter Tenorhornbläser. Unter seiner Regie klingen einige Melodien wie der "Astronauten-Marsch" oder die "Kesselflicker-Polka" noch voluminöser als früher. Vor Hutter stehen lauter Meister ihres Fachs, die ihre Instrumente in allen Lagen beherrschen. Es wird deshalb das Feuer, dass Ernst Mosch vor mehr als 60 Jahre entfach hat, weiter brennen.