Mit dem Satz "Jeder Schritt, den wir gehen und jedes Wort, das wir hören, ist Rhythmus", kündigt Lisa Rebhan von der Djembé-Gruppe "Kummazamm" vielmehr als nur ihren nächsten Auftritt an. Denn der Rhythmus des "schwarzen Kontinents" ist beim gesamten Afrikafest am Samstag in Kronach vertreten. Besucher konnten einen Tag lang den Herzschlag Afrikas hören, fühlen und für sich selbst entdecken.

Schon von weitem tönen Trommelklänge durch die Straßen der Stadt. Neugierig biegen immer mehr Menschen verschiedenster Altersgruppen in das afrikanisch dekorierte Gelände des Kronacher Jugend- und Kulturtreffs "Struwwelpeter". Empfangen werden sie im Eingangsbereich von den Düften afrikanischer Köstlichkeiten sowie den Rhythmen der traditionellen Musik.


Der Takt Afrikas

Afrika-Fans konnten sich so richtig warm tanzen und musikalisch austoben.
Beim Trommelworkshop mit Adam Michnik, Initiator der Gruppe "Djembetreff", bot sich die Gelegenheit, auch als Neuling den Takt Afrikas nachzufühlen. Mit großer Begeisterung folgten die Anfänger allen Anweisungen, trommelten und klatschten, was das Instrument aushielt. "Es war super. Ich bin überrascht, wie schnell man das Gefühl hat, dass man was kann. Außerdem hat es eine beruhigende Wirkung und man kann sich ausklinken", berichtet Andrea Wellach aus Burgkunstadt, die zum ersten Mal eine Trommel in der Hand hielt.

Auch wenn ihre Hände noch bitzeln, ist sie glücklich: "Mich fasziniert die Musik sehr." Max Bousso, der zusammen mit Adam Michnik den Workshop begleitet, ist von seinen Schülern ebenso beeindruckt: "Wir haben zusammen einfache Rhythmen gespielt. Alle haben es super gemacht", erklärt der Senegalese und freut sich, dass durch ein solches Fest Afrika mehr präsent ist: "Das hat Zukunft und mir gefällt es super gut."


Farbenfroher Basar

Ausgepowert nach einem Trommelworkshop oder einem "Gumboot Dance"-Tanzworkshop mit Lisa Rebhan, ging es dann weiter über den großen und farbenfrohen Basar. Verschiedene Stände mit Mode, Schmuck, Accessoires, Gewürzen und vielem mehr zogen zahlreiche Besucher an.

Ein Stück Afrika zum Mitnehmen, bot beispielsweise auch der Stand des Fördervereins Haus Fischbachtal an. Arbeitsanleiterin Gertrud Burger entwarf zusammen mit ihrer Gruppe sämtliche Afrika-Artikel aus Serviettentechnik: "Wir haben speziell für das Fest verschiedene Bilder, Dosen oder Schüsseln mit Afrikamotiven gebastelt." Außerdem bot sich die Gelegenheit, über verschiedene Hilfsprojekte zu informieren. Schritt für Schritt kamen alle Gäste auf ihre Kosten und Afrika ein Stückchen näher.

Kulinarisch gab es zusätzlich eine wahre Geschmacksreise. Neben afrikanischen Spezialitäten und Crêpes, gab es auch Bratwürste afrikanischer Art im Pita. "Die Bratwürste sind aus reinem Rindfleisch und mit exotischer Gewürzmischung", erklären die Privatleute der Metzgerei Wagner aus Teuschnitz und berichten, dass sie selbst oft in Afrika sind: "Wir betreuen regelmäßig Hilfsprojekte in Benin."

Das Abschlusskonzert

Abgerundet wurde das Fest mit einem großem Konzert: "Das Abschlusskonzert mit allen Musikern ist das Highlight", freut sich Samuel Rauch, Leiter des Struwwelpeter. Er ist froh, dass trotz des windigen Wetters, so viele Menschen kamen, um sich von der afrikanischen Lebensfreude anstecken zu lassen und dem kulturellen Austausch beizuwohnen.