Area 4 öffnet ab 19.30 Uhr bis Mitternacht auf dem Landesgartenschaugelände (Link auf Google Maps). Eine Flaniermeile mit Lichtkunst, Live-Musik, dem Lichtspielplatz Kids-Corner und kulinarischen Angeboten bildet das Herzstück des Abendprogramms. Die 14 Hektar große Parkanlage, die aus der Landesgartenschau 2002 hervorgegangen ist, bietet die Kulisse für das Open-Air-Festival. Das ehemalige Landesgartenschau-Gelände beherbergt neben grünen Wiesen auch einen Skaterpark, einen Skulpturengarten und einen Kletterturm.
Internationale Künstler treffen auf lokale Projekte - Lichtspielplatz für Familien
Das Festival kombiniert renommierte internationale Lichtkünstler mit lokalen Projekten. Der niederländische Künstler Gertjan Adema, der bereits 2024 teilnahm, kehrt nach Kronach zurück und zeigt seine Lichtinstallation "Connection" – eine große liegende Endlosschleife als verdrehtes Möbiusband mit wechselnden Farben und Bewegungen. Aus Finnland reist die Künstlerin Anni Laukka an, deren Schattenkunst im Bürgerspital zu sehen ist. Was auf den ersten Blick wie Skulpturen aus bunten Plüschtieren aussieht, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als raffiniertes Schattenspiel.
Das französische Collectif Scale präsentiert seine bewegliche Lichtskulptur "Flux" in der Landesgartenschau. Die Installation verändert sich ständig in Form und Farbe. Auch die Hochschule Ansbach ist mit einer Video-Installation vertreten, die Besucher in Bild und Ton eintauchen lässt.
Familienfreundlich zeigt sich "Kronach leuchtet" mit dem Lichtspielplatz Kids-Corner in der Landesgartenschau. Besucher können schillernde Seifenblasen fangen, leuchtende Bauklötze stapeln, ein interaktives Wasserrad erforschen und leuchtende Figuren entdecken. Als weiteres Highlight zeigt die Schauspielerin Ulrike Mahr eine Live-Performance im Landesgartenschaupark. Diese Verbindung von darstellender Kunst und Lichtkunst ergänzt das Programm.
ADAC listet Festival unter Lichterfesten 2026
Der ADAC hat "Kronach leuchtet" in seine Liste der schönsten Lichterfeste 2026 ("Strahlende Spektakel") aufgenommen – neben Festivals in Sydney, Brixen, Zagreb und Berlin. Diese Erwähnung zeigt die Reichweite des oberfränkischen Lichtkunstfestivals.
Seit 2006 hat sich "Kronach leuchtet" von einer kleinen Veranstaltung am Melchior-Otto-Platz mit beleuchteten Häusern zu einem überregionalen Festival entwickelt. Das ursprünglich kostenlose Festival ist heute ein professionelles Lichtkunstevent mit Ticketverkauf. Im vergangenen Jahr feierte das Lichtfestival sein 20-jähriges Jubiläum auf der Festung Rosenberg. Kronach ist vor allem als Geburtsstadt des Renaissance-Malers Lucas Cranach des Älteren bekannt, dessen Werke in der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg besichtigt werden können.
Ob das neue Konzept mit vier verschiedenen Arealen bei den Besuchern ankommt, wird sich zeigen. In den Vorjahren konzentrierte sich das Festival auf einen zentralen Ort – die neue Aufteilung bedeutet längere Wege zwischen den einzelnen Bereichen.
Tickets, Führungen und Fotowettbewerb
Tickets für "Kronach leuchtet 2026" sind online bei Reservix und ohne Verkaufsgebühr an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Preise: Erwachsene zahlen sieben Euro, Familien 16 Euro. Bis zum Mittwoch, 23. April 2026, gekaufte Tickets sind in einer beliebigen Lichtnacht einlösbar.
Wer das Festival dauerhaft unterstützen möchte, kann den "Kronach erLEUCHTER"-Schal erwerben. Dieser gilt als Dauerticket für das gesamte Festival und kann als Spende steuerlich abgesetzt werden.
Kostenlose Lichtführungen bieten Hintergrundinformationen zu den einzelnen Installationen. Gruppen werden gebeten, sich vorab per E-Mail anzumelden. Beim traditionellen Fotowettbewerb können Besucher ihre Lichtmomente mit dem Hashtag #kronachleuchtet2026 teilen oder direkt per Mail einsenden. Die Festung Rosenberg, eine der größten und am besten erhaltenen Festungsanlagen Deutschlands, bildet auch in diesem Jahr eine Kulisse für das Lichtfestival.
Weitere Informationen zum Programm, zu den Künstlern und allen Ticketvarianten finden sich auf der
Naturpark Frankenwald: Kronachs grüne Schatzkammer vor der Haustür
Wer zum Lichtkunstfestival nach Kronach reist, sollte auch einen Blick auf die Umgebung werfen: Die Stadt liegt eingebettet im Naturpark Frankenwald, einer der reizvollsten Wanderregionen Oberfrankens. Mit über 100.000 Hektar geschützter Natur erstreckt sich der Naturpark über weite Teile der Landkreise Kronach, Hof und Kulmbach. Dichte Wälder, stille Täler und markante Höhenzüge prägen die Landschaft, die zum Wandern, Radfahren und Entdecken einlädt. Der Naturpark Frankenwald gilt als eine der ursprünglichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands.
Besonders bekannt ist der 247 Kilometer lange FrankenwaldSteig, ein zertifizierter Qualitätswanderweg, der in 13 Etappen durch die Region führt. Ergänzt wird er durch 40 sogenannte FrankenwaldSteigla – kürzere Rundwanderwege zwischen sechs und 18 Kilometern, die zu den schönsten Aussichtspunkten, Schluchten und historischen Stätten der Region führen. Das Höllental mit seinen spektakulären Holzbrücken, der Döbraberg als höchste Erhebung und die Ködeltalsperre, auch „Fränkischer Fjord" genannt, gehören zu den Highlights. Fünf besonders schöne Frankenwald-Steigla vom 12-Apostel-Weg bis zum Mitwitzer Wasserschloss bieten sich für Tagestouren an.
Für Besucher des Lichtfestivals bietet sich die Kombination aus Kultur und Natur an: Tagsüber lässt sich die waldreiche Umgebung erkunden, abends verwandelt sich Kronach in ein leuchtendes Kunstwerk. Der Naturpark ist ganzjährig zugänglich und bietet auch im Frühjahr zur Festivalzeit bereits grüne Wälder und blühende Wiesen. Weitere Informationen zur Region finden sich auf den Tourismus-Portalen.
Festung Rosenberg: Niemals erobert, niemals bezwungen
Hoch über der Altstadt von Kronach thront eine der größten und am besten erhaltenen Festungsanlagen Deutschlands: die Festung Rosenberg. Erstmals 1249 urkundlich erwähnt, wurde die ehemalige Bambergische Bischofsburg über Jahrhunderte zu einer nahezu uneinnehmbaren Wehranlage ausgebaut. Die Bamberger Fürstbischöfe nutzten die strategisch günstige Lage, um wichtige Handelswege zu kontrollieren und ihre Machtposition zu sichern. Ihre größte Bewährungsprobe bestand die Festung im Dreißigjährigen Krieg: 1632 und 1634 belagerten schwedische Truppen vergeblich die Anlage – sie mussten unverrichteter Dinge abziehen.
Heute beherbergt die Festung die Fränkische Galerie des Bayerischen Nationalmuseums, in der Werke von Lucas Cranach dem Älteren und anderen fränkischen Künstlern ausgestellt sind. Die Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg ist nicht nur wegen ihrer Kunstschätze sehenswert, sondern auch wegen ihrer einzigartigen Lage in den historischen Festungsmauern. Daneben lädt das Frankenwaldmuseum zu einer Zeitreise durch die regionale Geschichte ein. Besucher können durch die weitläufigen Befestigungsanlagen spazieren, unterirdische Gänge erkunden und von den Bastionen einen beeindruckenden Blick über Kronach und das Umland genießen. Auch beim Lichtfestival spielt die Festung eine Rolle als atmosphärische Kulisse, wie der Freizeitführer Franken beschreibt.
Die Festung Rosenberg ist nicht nur ein militärhistorisches Denkmal, sondern auch ein Symbol für die wechselvolle Geschichte Oberfrankens. Von den Bamberger Fürstbischöfen über Napoleon, der 1806 als Koalitionspartner Bayerns hier Station machte, bis zur heutigen kulturellen Nutzung – die Festung erzählt Geschichten aus über 750 Jahren. Wer Kronach besucht, sollte sich Zeit für dieses imposante Bauwerk nehmen.
Lichtfestivals in Deutschland: Von Berlin bis Sydney im Glanz
„Kronach leuchtet" reiht sich ein in eine wachsende Zahl spektakulärer Lichtfestivals weltweit. Der ADAC hat das oberfränkische Festival in seine Liste der schönsten Lichterfeste 2026 aufgenommen – neben international renommierten Veranstaltungen wie dem „Vivid Sydney" in Australien, dem „Festival of Lights" in Berlin und „Luci d'Artista" in Turin. Diese Anerkennung zeigt, dass Kronach mit seinem Konzept auf Augenhöhe mit den großen Namen der Lichtkunst-Szene agiert.
Lichtfestivals haben sich in den vergangenen Jahren zu einem eigenen Genre der Eventkultur entwickelt. Sie verbinden Kunst, Technologie und urbane Räume zu einem Gesamterlebnis, das Menschen jeden Alters anspricht. Während Metropolen wie Lyon mit der „Fête des Lumières" oder Amsterdam mit dem „Amsterdam Light Festival" auf große internationale Künstler setzen, punkten kleinere Festivals wie Kronach mit ihrer Atmosphäre: Die historische Kulisse der Altstadt, die überschaubare Größe und die Kombination aus Indoor- und Outdoor-Bereichen schaffen eine intime Stimmung, die in Großstädten oft verloren geht.
Für Lichtkunst-Enthusiasten lohnt sich ein Blick über den Tellerrand: Das „Bright Festival" in Brüssel, die „Luminale" in Frankfurt oder das „Winterleuchten" im Grugapark Essen bieten ebenfalls beeindruckende Installationen. Kronach hat sich mit seinem regionalen Charakter und der Mischung aus internationalen Künstlern und lokalen Projekten eine eigene Nische geschaffen – und beweist, dass Lichtkunst nicht nur in Metropolen funktioniert, sondern gerade in historischen Kleinstädten eine besondere Magie entfalten kann.
Termine: Donnerstag, 24. April, bis Samstag, 2. Mai 2026
Öffnungszeiten:
Besonderheiten:
- Rund zwei Kilometer langer, nahezu barrierefreier Lichtweg
- Über 65 verschiedene Lichtpunkte
- Indoor- und Outdoor-Bereiche
- Täglich wechselnde Live-Musik
- Wetterunabhängige Indoor-Bereiche
- Familienfreundlich mit Lichtspielplatz
- Kostenlose Lichtführungen (Anmeldung empfohlen)
Ticketpreise (Vorverkauf):
- Erwachsene: sieben Euro
- Familien: 16 Euro
- Kronach erLEUCHTER-Schal: Dauerticket für alle Festivaltage
Zahlungen vor Ort mit EC-Karte oder der FrankenwaldCard möglich
Kontakt: Website