Von hohen Investitionen für Sanierungen im Bereich "Kanal- und Wasserleitungen" sind die Haushalte des Marktes Kleinlangheim geprägt. Bürgermeisterin Gerlinde Stier hatte in der Ratssitzung am Dienstagabend im VfL-Sportheim mit dem Zuwendungsbescheid des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Aschaffenburg zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben eine erfreuliche Nachricht parat. Damit wurde dem Antrag, dass Kleinlangheim nach der Härtefallregulierung behandelt wird, statt gegeben, "da wir schon sehr viel in Kanal und Wasser investiert haben". Nach Aussage der Bürgermeisterin belaufen sich die Pro-Kopf-Ausgaben in diesem Sektor auf bisher 3247 Euro. Kleinlangheim sei deshalb in das Förderprogramm aufgenommen worden, "in welcher Höhe ist noch nicht entschieden, aber wir können mit dieser Zusage die Bürger entlasten".

Olaf Gärtner beantragte neue Reifen für das Atzhäuser Feuerwehrauto, die inzwischen zehn Jahre alt sind "und das Auto muss zum TÜV". Er verwies zudem darauf, dass es für diese Reifengröße nur noch einen Hersteller gebe "und für die Zukunft sind die Aussichten nicht gut, neue Reifen in dieser Größe zu bekommen". Der Rat stimmte geschlossen dafür, einen neuen Reifensatz zum Preis von 1899 Euro anzuschaffen. Gärtner machte auch auf den Zustand der Fenster in der ehemaligen Atzhäuser Schule aufmerksam, "da besteht die Gefahr, dass die Scheiben herausfallen". Die Bürgermeisterin wird mit den Leuten vom Bauhof reden, um dem zu begegnen.

Keine Förderung für Lagerhalle neben Feuerwehrhaus

Weitere Informationen gab es zum Förderprogramm des Regionalbudgets, das den Antrag für eine Lagerhalle neben dem Atzhäuser Feuerwehrhaus "komplett" ablehnte. Ebenso das Ansinnen der Atzhäuser Dorfgemeinschaft, eine Stromleitung für den Atzhäuser Friedhof zu installieren. Zum Budget äußerte die Bürgermeisterin, dass man im vergangenen Jahr relativ gut weggegkommen sei. Peter Düring erklärte zum Modus der Verteilung der Fördermittel, dass man in der Regel eine gewisse Punktzahl erreichen müsse, um in den Genuss eines Zuschusses zu kommen, "Schwerpunkt ist der interkommunale Nutzen".

Aufhorchen ließ der Bericht der Bürgermeisterin zu einem Unfall an der Autobahnraststätte Haidt, bei dem ein Lkw bei der Absperrung hängen blieb, Diesel auslief und die Feuerwehren von Schwarzach und Wiesentheid im Einsatz waren. Da Diesel auch in ein Rückhaltebecken gelangte, in dem sich Biber angesiedelt und Röhren gebuddelt hatten, musste auch ein Biberberater eingeschaltet werden, um ein Entsorgungsfahrzeug in den Einsatz zu bringen. Es wurden schließlich Metallplatten ausgelegt, damit das Entsorgungsfahrzeug nicht in Gefahr geriet, aufgrund des Röhrensystems der Biber einzubrechen, wie die Bürgermeisterin erzählte.

Lkws auf Schleichwegen unterwegs

Hans Braun stellte den Antrag, im Mitteilungsblatt wieder einmal darauf hinzuweisen, dass im gesamten Kleinlangheimer Siedlungsgebiet Tempo 30 gelte, "denn manche fahren da wie die Bekloppten". In diesem Zusammenhang wurde von verschiedenen Ratsmitgliedern auch auf die zunehmende Verkehrsbelastung durch verschiedene Umleitungen im Zuge des Autobahnausbaus hingewiesen. Dabei würden auch von Lkw nicht die offizielle ausgeschilderte Umleitung genutzt werden, sondern auch "Schleichwege", wie zum Beispiel durch Atzhausen. Gefordert wurde deshalb eine stärkere Kontrolle.