Beschlossene Sache ist der diesjährige Wiesenbronner Haushalt, nachdem in der Ratssitzung am Dienstagabend in der Sporthalle Haushalt und Satzung einstimmig verabschiedet wurden. Das Zahlenwerk war schon in der Ratssitzung am 9. März besprochen worden und in der Sitzung am Dienstagabend ging Bürgermeister Volkhard Warmdt auf wesentliche Vorhaben ein.

Zu ihnen gehören Restaurierungsarbeiten am ehemaligen Lehrerwohnhaus, die Barrierefreiheit im Rathaus, weitere Planungen für das Bürgerhaus, Instandhaltungen für Gebäude, Gebäudeerwerb, Messgeräte für die Kläranlage und die Berechnung des Abwasseranschlusses an die Kitzinger Kläranlage.

Zahlreiche Projekte auf der Agenda

Auf dem Plan stehen zudem die Schaffung von Parkraum bei Kirche und Schulhaus, Sanierungsarbeiten im Friedhof für Mauer, Kanzel und Glockenturm, die Erneuerung des Glasdachs im Seegarten, die Renovierung der Bushaltestelle, Trampoline für Spielplätze und die Planung für einen Wasserspielplatz, die Umsetzung der Studie für den Hochwasserschutz und die Sanierung von Teilbereichen von Becken, Einbau von Wasseruhren plus Chipsystem beim Brunnen und Schutz und Aufwertung für den Steinbruch auch mit Förderhilfe des Dorfschätzeverbunds.

Die Studie zur Sanierung der Abwasserkanäle wird für die kommenden zehn Jahre gelten und bei der Wasserversorgung geht es um Kontrolle des Wasserverlustes. Die Aufwertung von Grünflächen, Bepflanzung im Baugebiet "Königlein", ein Feinkonzept für einen Wohnmobilplatz, neue Ausrüstung für die Feuerwehr und die Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen stehen ebenfalls auf der Agenda-Liste.

Bushaltestelle im Seegarten wird aufgewertet

VG-Kämmerin Antje Teutschbein berichtete, dass die vom Gemeinderat gewünschte Erhöhung des Etats für die Freiwillige Feuerwehr auf 47 000 Euro eingearbeitet wurde. Sie zeigte sich optimistisch, dass die Kreisumlage nicht so hoch wie befürchtet ausfallen werde, wie eine Information aus dem Landratsamt ergeben habe: "Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, im Wiesenbronner Etat einen Betrag vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt zu transportieren, ansonsten wird der Haushalt so belassen, wie wir ihn besprochen haben".

In der Ratssitzung am 23. März hatte Christian Gebert von der Bushaltestelle im Seegarten berichtet, die durch Graffiti und Brandstellen "in keinem ansehnliche Zustand" sei. Er hatte eine Aufwertung durch Verkleidung und Einfräsen des Dorfplans vorgeschlagen. Nachdem die Ratsmitglieder Gelegenheit hatten, sich die Haltestelle anzusehen, entschied sich das Ratskollegium  in der Sitzung am Dienstagabend geschlossen dafür, die Wartestelle mit Platten zu verkleiden, neun Ratsmitglieder votierten für einen Beigefarbton.

Folientechnik für Informationen

Frank Ackermann schlug vor, für Informationen, die sich ändern, eine Folientechnik anzuwenden, was einhellig befürwortet wurde. Diskutiert wurde über die Gravur von Dorfplan und Rebsorten auf den Platten, wozu Gebert einen Vorschlag ausarbeiten wird. "Die Bushaltestelle im Seegarten ist der Startpunkt für verschiedene Treffen, Wanderungen und Touren", wie er auf diesen zentralen Punkt im Winzerdorf aufmerksam machte. Dass man auch nach der Aufwertung der Bushaltestelle nicht gegen unliebsame Vorkommnisse gefeit sei, machte Reinhard Fröhlich deutlich: "Vor Vandalismus sind wir nicht geschützt".