Kitzingen und sein Weihnachtsmarkt, das ist ein bisschen wie eine schwierige Herbergssuche. Aber es wurde ein Platz gefunden, der die Anforderungen erfüllt.
Kitzingen und sein Weihnachtsmarkt, das ist ein bisschen wie die schwierige Herbergssuche von Maria und Josef mit dem Jesuskind: Es will sich einfach kein Platz finden, der frei ist und gleichzeitig die Anforderungen erfüllt.
Maria wäre, um im Bild zu bleiben, Claudia Biebl vom Stadtmarketingverein, ihr Kind der Weihnachtsmarkt.
„Es schien im Vorjahr so, als hätten wir mit Rathaushalle, Sparkassenhof und Sparkasseninnenhof den idealen Platz gefunden“, blickt die Geschäftsführerin auf 2015 zurück.
„Bis sich herausgestellt hat, dass wir mit dieser Variante viel zu wenig überdachte Ausstellungsfläche haben.“ Die geplante Überdachung des Innenhofs sei finanziell nicht darstellbar gewesen.
Jetzt schließt sich der Kreis: Nachdem der Weihnachtsmarkt am Platz der Partnerstädte wenig Anklang fand, sich zwischen fahrenden Autos Besinnlichkeit nicht einstellen wollte, ging es ins Bürgerbräu-Gelände.
Dort lief es zwar besser, aber der Platz ist mittlerweile eine Großbaustelle, wo an Herbergen der gehobenen Art gewerkelt wird. Dann folgte die 2015er Variante, die durchaus Befürworter fand, aber einfach zu wenig Flächen im Trockenen bot, beispielsweise für hochwertige Aussteller, beispielsweise mit Kleidung, Schmuck oder Papierwaren.
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Also geht es 2016 wieder zurück auf den Platz der Partnerstädte, unter Bayerns größte Adventskerze am Marktturm. „Jedoch sind zwei Dinge entscheidend anders,“ betont Claudia Biebl: Die Kaiserstraße ist am dritten Advents-Wochenende (9. bis 12. Dezember) im Bereich des Weihnachtsmarktes für Fahrzeuge gesperrt – dort können Erwachsene und Kinder demnach ungestört schauen, riechen, schmecken. Zugesagt haben beispielsweise Glasbläser, Buchdrucker und Korbflechter.
Eine schöne Einheit
Direkt nebenan stehen der Innenhof des Paul-Eber-Hauses (IN:HOF) und Räume im Haus zur Verfügung, wo weitere Attraktionen geboten werden können. „Die Location wurde beim Stadtfest vom Publikum begeistert angenommen“, ist Biebl guter Hoffnung. Der IN:HOF soll besonders festlich geschmückt und beleuchtet werden. „All das zusammen bildet in Verbindung mit dem „Weihnachtlichen Treffpunkt“ rund um Marktplatz eine schöne Einheit.
“ Damit das gelingt, werden am Marktplatz die einheitlichen Weinfestbunden zur optischen Aufwertung aufgestellt, neben den ansässigen Gastronomen werden wieder Bratwurststand und Feuerzangenbowle im Angebot sein. Los geht es wie üblich am Freitag vor dem ersten Advent (25. November, 17.30 Uhr).
Laut Claudia Biebl sollen örtliche Musik- und Gesangsvereine die Besucher in weihnachtliche Stimmung versetzen. Zusätzlich gibt es am zweiten Advent (2. bis 4. Dezember) fünf Foodtrucks am Platz der Partnerstädte. „Im Sommer war das der Renner“, hofft die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins erneut auf regen Zuspruch der jüngeren Leute. Und schließlich gibt es, laut Ankündigung letztmals, die Gelegenheit, sich von Walter Vierrether als „DJ Hofrat“ mit Nikolaus-Rock (4.12./ab 15 Uhr) berieseln zu lassen.