Vom Dietz bis zu Anglern am Main

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Das Dietzhaus in Kitzingen verkommt immer mehr zu einem Schandfleck. Alle Versuche, das seit Jahren leer stehende Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz wieder mit Leben zu erfüllen, sind bisher ...
Sebelka

Der Neubau der Kaimauer und die Bauprojekte in der Altstadt waren Themen der Bürgerversammlung: Es ging aber auch um Dietz, Angler und fehlende Lebensmittelhändler.

Der Neubau der Kaimauer, die Mainpromenade und die Bauprojekte in der Altstadt waren die zentralen Themen der Bürgerversammlung für die Kitzinger Innenstadt (wir berichteten). Es gab aber auch noch andere Themen.

Keine Lösung in Sicht

Beispiel: Das Dietzhaus im Schatten des Kilianbrunnens direkt am Marktplatz. Das ehemaligen Geschäfts- und Wohnhaus mit dem legendär sortierten Haushaltswarengeschäft steht seit Jahren leer. Nach dem Brand von Sperrmüll ist ein Teil der Fassade beschädigt worden.

Der Stadtmarketingverein versucht, mit bunten Stellwänden an der zentralen Stelle der Stadt zu retten, was zu retten ist. Zudem wird der Eingangsbereich vermüllt. Ein unhaltbarer Zustand, war nicht nur die Meinung eines Teilnehmers der Bürgerversammlung. Eine Lösung ist aber dennoch nicht in Sicht. Wie Oberbürgermeister Siegfried Müller sagte, seien bisher alle Versuche einer Wiederbelebung im Sand verlaufen. „Wir hatten auch schon einen Nachmieter“, sagte der OB. Ergebnis: gleich null.

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Hunde und Angler

Probleme sieht ein Kitzinger durch die vielen Hunde, die auf dem Gartenschaugelände in Etwashausen unterwegs sind – ohne Leine. Er forderte die Stadt zu vermehrten Kontrollen auf. Die könne man gleich auf die Angler ausdehnen, die vermehrt mit ihren Autos direkt ans Mainufer fahren, auch mitten im Gartenschaugelände. Sein Vorschlag, die Leute von der Sicherheitswacht auf das Gelände zu schicken, nahm der OB zur Kenntnis. Der Ersatz dieser Kräfte werde aber ausschließlich von der Polizei gesteuert.

Das Uraltthema Lebensmittel

Was seit der Schließung des Kupsch-Marktes vor Jahren in keiner Kitzinger Bürgerversammlung fehlt, ist die Kritik an den fehlenden Lebensmittelgeschäften im Zentrum. Und wie immer stellt der OB dann fest, dass die Stadt die falsche Adresse ist. Gleichzeitig weist er auf mehrere Versuche hin, Händler in die Innenstadt zu locken. Allerdings suche der Lebensmittelhandel heute Objekte mit 700 Quadratmetern aufwärts und dazu möglichst noch 100 Parkplätze. Das gebe es nicht in der Innenstadt. So bleibe derzeit noch die Norma im Schwalbenhof und der Edeka-Markt in der Wörthstraße.