Das Angebot der Kitzinger Volkshochschule ist deutlich gestiegen. Geblieben sind allerdings einige Probleme mit dem alten Gemäuer des Luitpoldbads.
Die Kitzinger Volkshochschule (vhs) ist auf dem aufsteigenden Ast: Sowohl die Zahl der Kunden als auch die der Kurse ist laut Jahresbericht um rund zehn Prozent gestiegen. „Dieser Anstieg zeigt sich in allen Programmbereichen, am stärksten im Fachbereich Deutsch“, schreibt die vhs.
Apropos Deutsch. Hier seien doppelt so viele Kurse belegt worden, wie bisher. Unterrichtet wurden die Anfangslevel unter der Überschrift „Deutsch für Ausländer“. Eine besondere Herausforderung sei weiter die Einführung des Alphabetisierungskurses, schreibt die Volkshochschule. Um Analphabeten den Weg in die vhs, ins Lesen und Schreiben zu weisen, brauche es allerdings Hinweisgeber in Kindergärten, Schulen, Arztpraxen, Firmen. Behörden und Beratungsstellen.
Um die 680 Kurse (Vorjahr: 620) mit insgesamt 9300 (8500) Teilnehmern zu stemmen, braucht die Volkshochschule einen großen Stamm an Dozenten. Der wuchs gemeinsam mit dem Angebot. 35 Kursleiter seien erstmals für die vhs tätig gewesen, so der Jahresbericht.
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Der vermerkt zudem, dass drei langjährige Dozentinnen im September in den vhs-Ruhestand verabschiedet wurden: Christa Hopf (Englisch/Französisch), Gabriele Marquard (Tanz) und Gisela Ruf (Gymnastik).
Weil auch für die Volkshochschule Stillstand Rückschritt bedeutet, hat die Einrichtung ihr Programm der Zeit angepasst: rund 20 Prozent neue Kurse seien angeboten worden – beispielsweise zu Windows 10, VBA-Programmierung, Entspannungs- und Bewegungsangeboten in der Mittagspause oder zu ökologischer Farbherstellung.
Verstärkt hat die Einrichtung ihre Kooperationen. Ob mit Stadtbücherei, Fastnachtmuseum, Konversionsmanagement, Klinik Kitzinger Land, dem Netzwerk für Junge Eltern und Familien, den Familienstützpunkten, dem Gesundheitsamt oder dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten seien die Verknüpfungen ausgebaut worden.
Beim Haus selbst im Luitpoldbau sind die Verantwortlichen zwiegespalten. Einerseits gebe es jetzt einen behindertengerechten Zugang über eine automatische Tür auf der Hofseite. Andererseits fehle eine entsprechende Toilette. Und alte Krankheiten plagen laut Sachbericht weiter das alte Gemäuer: „Mit Beginn der kalten Jahreszeit haben sich die maroden Wasser- und Heizungsrohre leider wie in jedem Jahr bemerkbar gemacht und die ersten Überflutungen und Wasserschäden verursacht.“