Der Haushaltsplan der Stadt Kitzingen ist 2021 vor allem durch Sparen gekennzeichnet. Wohl auch deshalb hatten mehrere Anträge, die mittelfristig das Stadtklima verbessern sollen, keine Chance – nur einer kam durch. Denn zunächst kostet der Umwelt- und Klimaschutz erst einmal Geld.

Gleich drei Anträge waren von den Grünen im Stadtrat gekommen. Klaus Sanzenbacher trug sie vor: Erfolg hatte er mit dem Ansinnen, ein Forstgutachten erstellen zu lassen, das herausfinden soll, welche Flächen in Kitzingen für eine Aufforstung geeignet wären. Wald bindet Wasser, sorgt für Sauerstoff und kühlt. Der Nutzen war unumstritten. Dafür stellte der Stadtrat 10 000 Euro bereit.

Für die Erstellung einer Klimafunktionskarte konnte sich die Mehrheit nicht erwärmen. Sie hätte zum Ziel, der Aufheizung der Innenstadt mittelbar entgegenzuwirken. Ebenfalls keine Chance hatte die Anregung der Grünen, ein Sturzflut-Risikomanagement einzuführen. Damit kann man Überlaufbecken, Retentionsräume und Kanalgrößen daraufhin untersuchen, ob sie für erwartbare Extremregen gerüstet sind. 

Mehrheit will Sparziele erreichen

Dem Sparwillen unterlag auch Uwe Hartmann (Bayernpartei). Er wollte, wie schon einmal, Samentütchen für Blühwiesen unter der Stadtbevölkerung verteilen lassen. Sein Ziel: Lebensraum für Insekten im Stadtgebiet schaffen. Doch die dafür nötigen 1000 Euro bewilligte der Rat mit knapper Mehrheit nicht.

Uwe Pfeiffle (FW-FBW) erklärte zu den Anträgen, dass er sie nicht für unbegründet halte. Aber der Rat habe zuvor schmerzliche Einsparungen beschlossen, um den Haushalt zu entlasten. Im Anschluss wieder mehr Geld für neue Projekte auszugeben, sei daher kontraproduktiv. Dem schloss sich die Mehrheit durch ihr Votum an.