Wolfgang Schäfer ist davon überzeugt, dass jeder seinen Teil zum Klimaschutz beitragen muss. "Ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche", sagt der Sommeracher. Das gilt bei Lebensmitteln ebenso wie bei Kleidung. "Lieber weniger, dafür gute Qualität", lautet sein Motto. "Das schmeckt besser und hält länger." Fleisch isst der 58-Jährige wenig, dafür mit Genuss. Obst und Gemüse erntet er größtenteils im eigenen Garten, falls nötig, kauft er nur regionale Produkte. Außerdem fährt er nach Möglichkeit mit dem Rad oder geht zu Fuß. "Dadurch spart man Geld, tut etwas für die eigene Gesundheit und schont die Umwelt."
Wie die Schwedin Greta Thunberg für den Klimaschutz eintritt, ist für den Sommeracher absolut in Ordnung. "Sie ist eine Jugendliche und zeigt ihre Gefühle. Das ist richtig so. Wenn sie hinter ihrer Meinung steht und das emotional zum Ausdruck bringt, darf sie das." Gleichwohl müsse man immer beide Seiten sehen, auch ihre Kritiker hätten in manchen Punkten Recht. Fest steht für ihn: "Das Klimaproblem kann nur in einem weltweiten Prozess, an dem sich alle Länder beteiligen, gelöst werden."
Agnes Lederer ist das Thema Klimaschutz ebenfalls sehr wichtig. Als Mutter macht sie sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder. Nicht zuletzt deswegen bemüht sie sich, selbst etwas für die Umwelt zu tun. So verzichtet die 40-Jährige Buchbrunnerin beim Einkauf auf Plastiktüten, versucht Produkte mit Plastikverpackung zu meiden und fährt öfter mal Rad statt Auto.
Jürgen Kuhn und seine Familie haben schon vor Jahren damit begonnen, ihre Lebensweise umzustellen. Vor einigen Jahren haben sie ihr Auto veräußert, seitdem fahren sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem kaufen sie in einem "Unverpackt-Laden" ein, wo die Waren offen angeboten werden.
"Anfangs war es schon eine Umstellung. Aber inzwischen ist es total entspannend", berichtet der aus Kitzingen stammende Wahl-Berliner. Nicht alles gelinge ihm und seiner Familie umzusetzen, auf manches wollten sie auch nicht verzichten. "Aber man muss sich auf den Weg machen und ausprobieren, welche neuen Wege es gibt." Das Gefühl, dass ihm etwas fehlt, hat der 57-Jährige nicht. Im Gegenteil. "Der Verzicht auf manche Dinge ist bereichernd. Wir haben ein anderes Leben und an Lebensqualität gewonnen."