Einkaufen in Corona-Zeiten und ohne Weihnachtsmarkt: Wie attraktiv ist der Geschenkekauf im lokalen Einzelhandel? Ein Einkaufsbummel durch die Kitzinger Innenstadt.
Lichterketten schmücken die Fenster, Bäume und Straßen und sorgen auf dem Kitzinger Marktplatz für etwas weihnachtliche Stimmung. Trotz des kalten, nassen Wetters sind viele Passanten unterwegs und begutachten die Schaufenster. Weihnachten steht vor der Tür und damit der jährliche Geschenkekauf. Wie stehen die Passanten dazu, noch dazu in Corona-Zeiten? Eine Zufallsumfrage.
Waltraud Hofmann, 73 Jahre alt, erzählt, dass sie am liebsten schöne Kleinigkeiten einkauft. Die Kitzingerin findet jedoch, dass es in der Stadt schwieriger sei als früher, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, da es nicht mehr so viele Geschäfte gebe. Die Corona-Regeln findet sie positiv: "Natürlich sind wir alle froh, wenn Corona vorbei ist. Deswegen müssen wir uns auch an die Regeln halten."
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Nico Müller (21) kommt aus Marktsteft. Aufgrund der größeren Auswahl und der vielen Angebote kaufe er seine Geschenke am liebsten online ein. Die Geschäfte vor Ort hätten auch nicht unbedingt das, wonach er suche, erklärt er.
Florian Streit (47): "Eigentlich hat Kitzingen alles, was man benötigt, aber mehr Auswahl an Sportbekleidung und Unterhaltungselektronik wäre schon toll", sagt der Kitzinger. Er findet die Corona-Regeln zudem abschreckend. Obwohl er geimpft sei, empfinde er dichtes Gedränge als unangenehm. Streit vermisst auch das Glühweintrinken nach dem weihnachtlichen Einkauf. Das sei besonders wegen Kitzingens schön beleuchtetem Marktplatz und der angenehmen Atmosphäre immer ein gemütlicher Abschluss gewesen.
Lucia Kümmel (19) aus Kitzingen bestellt ihre Geschenke während der Pandemie meist im Internet. Vor Corona sei Kitzingen ein guter Ort für den Geschenkekauf gewesen. Vor allem in dem kleinen Geschenkeladen gegenüber der Evangelischen Kirche, welcher schließen musste, habe sie immer gerne eingekauft. Kümmel würde sich Läden wie Butlers oder Depot in der Innenstadt wünschen. Die Corona-Regeln empfinde sie nicht als abschreckend, allerdings teils "echt nervig".
Maxi Kimbel (19) würde sich große Ketten und Kaufhäuser wie Ikea, H&M, Zara oder Snipes in der Großen Kreisstadt wünschen, weil der Kitzinger gern in solchen Läden einkauft. Zu Weihnachten bleibt das aber wohl eher ein frommer Wunsch.