Der Neubau des Staatsarchivs in Kitzingen hat eine weitere Hürde genommen. Wie die CSU-Landtagsabgeordnete Barbara Becker mitteilt, hat der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags am Donnerstag die Haushaltsmittel für die erste Teilbaumaßnahme bewilligt. Damit kann jetzt die Ausschreibung für diesen ersten Abschnitt beginnen. Becker informierte nach eigenen Angaben auch den Kitzinger Oberbürgermeister Stefan Güntner (CSU) über diese "wunderbaren Nachrichten für die Stadt Kitzingen und meinen Stimmkreis".

Der Neubau des Staatsarchivs ist in zwei Schritte gegliedert. Für den ersten Teil, die sogenannte Baufeldfreimachung, hat der Haushaltsausschuss jetzt seine Zustimmung erteilt, nachdem die Kosten detailliert ermittelt und die nötigen Leistungsverzeichnisse erstellt worden waren. Die Ausschreibung könne nun "zeitnah" erfolgen.

Die Erschließung des Grundstücks könnte bald beginnen

Zum ersten Bauabschnitt gehören etwa die Erschließung des Grundstücks mit Ver- und Entsorgungsleitungen, die Untersuchung auf etwaige Munitionsreste oder Kampfmittel im Boden sowie die Rodung des Areals, die im Zuge der naturschutzrechtlichen Vorgaben erfolgen muss. "Damit kann die Umsetzung des Bauvorhabens zeitnah starten. Ein wichtiger Schritt für die terminsichere Verlagerung des Staatsarchivs nach Kitzingen", wird Becker in der Mitteilung zitiert.

Weiter heißt es: „Durch die Verlagerung des Staatsarchivs von Würzburg nach Kitzingen werden für das Staatsarchiv nicht nur zeitgemäße Räumlichkeiten mit optimalen Voraussetzungen zur Dokumentenlagerung geschaffen. Sowohl die Große Kreisstadt Kitzingen als auch der Landkreis als Ganzes werden davon profitieren. So werden im Zuge des Neubaus auch attraktive Bereiche für die Öffentlichkeit geschaffen, etwa ein Lesesaal oder Ausstellungsflächen. Dies zieht zusätzliche Gäste in Stadt."

Für die Errichtung des Neubaus hat der Freistaat Bayern im Jahr 2017 eine Teilfläche von 8500 Quadratmetern des rund 21 000 Quadratmeter umfassenden Deuster-Areals im Norden der Stadt erworben. Frühestens 2026 könnten sich dort die Türen zu dem skultpturartigen, fensterlosen Bau öffnen. Die Kosten liegen bei mindestens 60 Millionen Euro.